Machbarkeitsstudie für Störmthaler Kanal nach fünf Jahren Sperrung vorgelegt
Nach fünf Jahren der Sperrung des Störmthaler Kanals im Leipziger Neuseenland aufgrund von Sicherheitsproblemen liegt nun endlich eine Machbarkeitsstudie zur möglichen Sanierung des Bauwerks vor. Die Studie, die im März an die Mitglieder der Steuerungsgruppe Neuseenland verteilt wurde, beziffert die Baukosten auf mindestens 17 Millionen Euro. Allerdings weist der Bergbausanierer LMBV darauf hin, dass die Studie auf einem veralteten Sachstand von 2024 basiert und somit nicht den aktuellsten Gegebenheiten entspricht.
Studie basiert auf veraltetem Stand - Neue Risikobewertung nötig
Die Machbarkeitsstudie wurde laut LMBV auf Grundlage des Wissensstands zum Zeitpunkt der Beauftragung im Juli 2024 erstellt. Seitdem haben sich jedoch wesentliche Veränderungen ergeben. An dem Kanal und der dazugehörigen Schleuse mussten zusätzliche Maßnahmen zur Gefahrenabwehr ergriffen werden, was zu einer Neubewertung der Risiko-Gefahrenlage führte. Diese Neubewertung wird derzeit von Fachleuten beim Oberbergamt, der Landesdirektion und der LMBV geprüft. Erst nach Abschluss dieser Prüfung kann die Machbarkeitsstudie korrekt eingeordnet werden.
Der Störmthaler Kanal war im März 2021 überraschend gesperrt worden, nachdem Risse in der Böschung festgestellt worden waren. Der 850 Meter lange Kanal mit seiner Schleuse verbindet seit 2013 die beiden Bergbaufolgeseen Störmthaler See und Markkleeberger See. Zudem führt eine Brücke der Autobahn 38 über den Kanal, der sich über Kippengelände erstreckt. Die plötzliche Sperrung vor fünf Jahren hatte erhebliche Auswirkungen auf die regionale Infrastruktur und die touristische Nutzung des Gebietes.
Steuerungsgruppe koordiniert Gewässerentwicklung im Mitteldeutschen Revier
Die Steuerungsgruppe Neuseenland, an die die Studie verteilt wurde, koordiniert die Gewässerentwicklung in der ehemaligen Braunkohle-Tagebaulandschaft des Mitteldeutschen Reviers. Diese Region ist geprägt von den Folgen des Bergbaus, und die Sanierung von Infrastrukturen wie dem Störmthaler Kanal stellt eine besondere Herausforderung dar. Die Studie ist ein wichtiger Schritt, um die Zukunft des Kanals zu klären, doch die aktuellen Sicherheitsmaßnahmen und die laufende Risikobewertung zeigen, dass noch erhebliche Hürden zu überwinden sind.
Die Frage, ob das Bauwerk tatsächlich saniert werden kann, bleibt somit vorerst offen. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie müssen im Licht der neuesten Entwicklungen betrachtet werden, und erst nach Abschluss der aktuellen Prüfungen wird klar sein, ob der Kanal gerettet werden kann. Die Region hofft auf eine positive Lösung, um die Verbindung zwischen den Seen und die Verkehrsinfrastruktur wiederherzustellen.



