Weltweite Kundgebungen zum Tag der Arbeit
Am 1. Mai 2026 haben weltweit Hunderttausende Menschen für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne demonstriert. Von Athen bis Berlin, von Dhaka bis Bagdad: Die Proteste waren vielfältig und zeigten die anhaltende Bedeutung des Tags der Arbeit. In vielen Städten kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, während anderswo friedliche Kundgebungen stattfanden.
Griechenland: Rauchschwaden über Athen
In Griechenland riefen die Gewerkschaften zu einem Generalstreik auf. Tausende Arbeiter blieben der Arbeit fern und versammelten sich in Athen. Pyro-Technik sorgte für dichte Rauchschwaden, die vorübergehend den Himmel verdunkelten. Die Polizei beobachtete die Lage, griff aber nicht ein.
Indien: Tagelöhner fordern höhere Löhne
In Srinagar, der Hauptstadt des indischen Unionsterritoriums Jammu und Kashmir, gingen Tagelöhnerinnen und Vertragsarbeiter auf die Straße. Sie forderten existenzsichernde Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Die Demonstration verlief weitgehend friedlich.
Bangladesch: Plakate und Banner in Dhaka
In Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, schrieben Arbeiter ihre Forderungen auf Plakate und Banner. Sie protestierten gegen niedrige Löhne und unsichere Arbeitsplätze. Die Stimmung war entschlossen, aber friedlich.
Türkei: Taksim-Platz abgeriegelt
In Istanbul sperrten die Behörden den symbolträchtigen Taksim-Platz vorsichtshalber ab. Hier hatte es 2013 massive Proteste gegen die Regierung gegeben. Am 1. Mai 2026 wurden mindestens 370 Demonstranten festgenommen, die versuchten, den Platz zu erreichen.
Italien: Zusammenstöße in Turin
In Turin kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen einer Gruppe Autonomer und der Polizei. Die Beamten setzten Schlagstöcke und Tränengas ein, um die Menge auseinanderzutreiben. Mehrere Personen wurden verletzt.
Nordmazedonien: Che-Guevara-Flagge in Skopje
In Skopje, der Hauptstadt Nordmazedoniens, zeigten Demonstranten ihre Solidarität mit linken Bewegungen. Ein Demonstrant schwenkte eine Che-Guevara-Flagge, während andere für Arbeiterrechte und soziale Gerechtigkeit eintraten.
Tschechien: Feministinnen und Umweltaktivisten
In Prag marschierten Feministinnen und Umweltaktivisten gemeinsam für eine gerechtere Gesellschaft. Sie forderten gleiche Bezahlung für Männer und Frauen sowie mehr Klimaschutzmaßnahmen.
Irak: Kommunisten feiern in Bagdad
In Bagdad versammelten sich Anhänger der irakischen kommunistischen Partei zu einer Maifeier. Mit Hammer-und-Sichel-Flaggen zogen sie durch die Straßen und forderten die Rechte der Arbeiterklasse.
Berlin: Power Ranger gegen den Zaun
Auch in Berlin wurde protestiert. Am Görlitzer Park versammelten sich Demonstranten, darunter auch als Power Ranger verkleidete Aktivisten. Unter dem Motto „Free Goerli - Rave against the Zaun“ protestierten sie gegen die Einzäunung des Parks. Die Stimmung war ausgelassen, aber auch politisch.



