Ausbildungsberufe im Salzlandkreis: „Mein erstes Wort war Bus“ – Azubis, die ihren Job lieben
Jung, motiviert und mit großer Leidenschaft dabei: Der Nachwuchs der Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) im Salzlandkreis bereitet sich auf den Berufsalltag im öffentlichen Nahverkehr vor. Angesichts der kommenden Rentenwelle setzt die KVG dabei gezielt auf den Nachwuchs.
Von Saskia Fischer, Aktualisiert: 05.05.2026, 11:02
Die Fachkräfte im Fahrbetrieb der Zukunft: v.li. Max Rabitz, Niels Tugendheim, Aamir Mohammed (Foto: Saskia Fischer)
Bernburg – Sie bringen Kinder und Jugendliche zur Schule, fahren mit ihren riesigen Fahrzeugen durch die engsten Gassen und befördern Senioren vom Land zu Arztterminen: Was Busfahren bedeutet, weiß der Nachwuchs der Kreisverkehrsgesellschaft im Salzlandkreis schon sehr genau. Jeder ist auf seine Weise mit dem Beruf verbunden, aber vor allem motiviert dabei.
Die Auszubildenden der KVG teilen eine gemeinsame Leidenschaft für den Beruf des Busfahrers. Für einige war der Wunsch, Busfahrer zu werden, schon in der Kindheit klar. „Mein erstes Wort war Bus“, erzählt einer der Azubis schmunzelnd. Diese Begeisterung zieht sich durch die gesamte Ausbildung.
Die KVG investiert bewusst in den Nachwuchs, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Viele erfahrene Fahrer werden in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen, daher ist es wichtig, junge Talente frühzeitig zu fördern und an das Unternehmen zu binden. Die Azubis durchlaufen eine umfassende Ausbildung, die sowohl praktische Fahrstunden als auch theoretische Inhalte umfasst.
Neben dem Fahren lernen sie auch, wie man Fahrgäste betreut, Fahrpläne einhält und mit schwierigen Verkehrssituationen umgeht. Die Arbeit erfordert Verantwortungsbewusstsein, Ruhe und Freundlichkeit – Eigenschaften, die die Azubis bereits unter Beweis stellen. „Man muss einfach gerne mit Menschen umgehen“, sagt ein anderer Auszubildender. „Jeder Tag ist anders, und das macht den Beruf so spannend.“
Die KVG bietet ihren Azubis nicht nur eine fundierte Ausbildung, sondern auch gute Übernahmechancen. Viele der aktuellen Auszubildenden haben bereits einen festen Arbeitsplatz in Aussicht. Das Unternehmen setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit den Berufsschulen und praktische Einsätze im Linienverkehr.
Für die Azubis ist klar: Sie haben den richtigen Beruf gewählt. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn man die Kinder morgens zur Schule bringt und sie einen fröhlich begrüßen“, sagt einer von ihnen. „Das gibt einem das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun.“ Die Motivation und Leidenschaft der jungen Fahrer sind ansteckend – und ein gutes Zeichen für die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs im Salzlandkreis.



