Gastgewerbe in Sachsen-Anhalt: Mehr ausländische Arbeitskräfte
Gastgewerbe: Mehr ausländische Arbeitskräfte

Die Corona-Pandemie hat das Gastgewerbe in Sachsen-Anhalt nachhaltig verändert. Nachdem viele Beschäftigte der Branche den Rücken gekehrt haben, sind ausländische Arbeitskräfte zunehmend gefragt. Ihre Zahl ist um 74 Prozent gestiegen, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte.

Auswirkungen der Pandemie

Hotels, Gaststätten und Pensionen waren während der Pandemie besonders von Schließungen betroffen. Viele Beschäftigte wechselten in andere Branchen, die oft besser bezahlen und familienfreundlichere Arbeitszeiten bieten. Ein Großteil der Fachkräfte kehrte nach der Pandemie nicht zurück.

Entwicklung der Beschäftigtenzahlen

Im Juni 2019 arbeiteten 24.300 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Gastgewerbe in Sachsen-Anhalt. Mitte 2025 waren es noch 23.600. Gleichzeitig stieg die Zahl der älteren Beschäftigten: Seit 2019 erhöhte sie sich um 290 auf 5.300 im vergangenen Jahr. Auch Minijobs nehmen zu. Mit einem Medianentgelt von 2.413 Euro brutto im Monat gehört das Gastgewerbe zu den Branchen mit niedrigeren Einkommen.

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Weniger freie Stellen

Im vergangenen Jahr wurden nur 500 freie Stellen im Gastgewerbe gemeldet, 2019 waren es im Schnitt 900. Laut Arbeitsmarktexperten arbeiten Betriebe heute mit kleinerem Personalbestand, haben Öffnungszeiten reduziert und stellen wegen schwacher Konjunktur und steigender Kosten weniger ein.

Zukunftsperspektiven

Markus Behrens, Chef der Regionaldirektion, betont: „Um den Fachkräftebedarf zu sichern, wird das Gastgewerbe neue Wege gehen müssen. Dazu gehören Qualifizierungen eigener Beschäftigter, moderne Arbeitszeitmodelle und angepasste Geschäftsmodelle.“ Nur so könne der Personalbedarf besser gedeckt werden.

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