Alarmierende IW-Studie: Jedes dritte Unternehmen plant Stellenabbau in Deutschland
IW-Studie: Jedes dritte Unternehmen will Stellen streichen

Alarmierende Zahlen: Deutsche Unternehmen planen massiven Stellenabbau

Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin in einer anhaltenden Krise. Laut einer aktuellen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) blicken Deutschlands Unternehmen seit drei Jahren mit großer Sorge in die Zukunft. „Eine so lange Durststrecke gab es seit 20 Jahren nicht“, urteilen die Konjunkturexperten des renommierten Instituts. Eine Besserung der wirtschaftlichen Lage ist derzeit nicht in Sicht – und diese Entwicklung bedroht zunehmend Arbeitsplätze im ganzen Land.

Fast jedes dritte Unternehmen will Stellen streichen

Die alarmierenden Zahlen der IW-Studie zeigen: Fast 30 Prozent aller deutschen Unternehmen planen noch in diesem Jahr Stellenabbau. Besonders drastisch könnte der Personalabbau in der Industrie ausfallen. Hier planen 37 Prozent der Unternehmen mit weniger Personal, während nur 14 Prozent neue Mitarbeiter einstellen wollen. Auch im Dienstleistungssektor ist die Stimmung gedämpft: 28 Prozent der Dienstleister wollen Jobs streichen, lediglich 22 Prozent planen Neueinstellungen.

Düstere Wirtschaftsaussichten in allen Bereichen

Die Studie enthüllt weitere besorgniserregende Zahlen, die alles andere als rosig sind. 35 Prozent der Unternehmen rechnen mit sinkender Produktion, während nur 21 Prozent mit einem Plus kalkulieren. Im Dienstleistungsbereich gehen 35 Prozent von schlechteren Geschäften aus. Noch düsterer sind die Erwartungen in der Industrie: Dort erwarten 39 Prozent der Firmen eine sinkende Produktion. Insgesamt sagen 43 Prozent aller befragten Unternehmen, dass ihre Geschäfte schlechter laufen als vor einem Jahr. Nur 14 Prozent sehen eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation.

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Geopolitische Krisen belasten deutsches Wirtschaftsmodell

Als Hauptgrund für die anhaltende Krisenstimmung nennt das IW den Konflikt im Nahen Osten. „Der Iran-Krieg hat die Hoffnung auf eine echte wirtschaftliche Erholung im Keim erstickt“, erklärt IW-Konjunkturexperte Michael Grömling. Die Sperrung der strategisch wichtigen Straße von Hormus trifft deutsche Lieferketten unmittelbar, treibt Energie- und Transportkosten in die Höhe und schwächt den für Deutschland so wichtigen Exportsektor.

Grömling zieht ein ernüchterndes Fazit: „Die geopolitischen Dauerkrisen bringen das deutsche Wirtschaftsmodell immer stärker an seine Grenzen. Das erhöht den Reformdruck für die Bundesregierung erheblich.“ Die Studie zeigt deutlich, dass die strukturellen Herausforderungen der deutschen Wirtschaft durch externe Faktoren zusätzlich verschärft werden und dringende politische Maßnahmen erforderlich sind.

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