Nach 10 Jahren Arbeitslosigkeit: Ascherslebener startet bei Kaffeemännern durch
Jobcenter hilft: Ascherslebener wird Kaffeemann

Nach zehn Jahren Arbeitslosigkeit hat Eduard Eisenkrein aus Aschersleben einen beeindruckenden beruflichen Neustart geschafft. Der heute 45-Jährige ist nun festes Mitglied im Team der Kaffeemänner, einem lokalen Dienstleister für Kaffeemaschinen und Gastronomiebedarf. Möglich wurde dies durch die enge Zusammenarbeit mit dem Jobcenter des Salzlandkreises.

Der Weg zurück ins Berufsleben

Eduard Eisenkrein war seit 2014 aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr erwerbstätig. Wie viele Langzeitarbeitslose hatte er mit mehreren Hürden zu kämpfen: fehlende aktuelle Qualifikationen, sprachliche Defizite und die psychische Belastung durch die lange Arbeitspause. „Irgendwann traut man sich selbst nicht mehr zu, wieder im Arbeitsalltag zu bestehen“, berichtet Eisenkrein.

Mit der Hilfe des Jobcenters begann er 2023 eine geförderte Qualifizierungsmaßnahme im Bereich Kaffee- und Gastroservice. Hier entdeckte er seine Leidenschaft für die Kaffeemaschinenbranche. „Die Arbeit mit den Maschinen und der Kontakt zu Kunden haben mir sofort Spaß gemacht“, so Eisenkrein.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Integration in das Team der Kaffeemänner

Die Firma Kaffeemänner in Aschersleben suchte genau zu dieser Zeit nach motivierten Mitarbeitern. Geschäftsführer Thomas Bergmann: „Wir legen Wert auf Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit – und das hat Eduard Eisenkrein von Anfang an bewiesen. Die Unterstützung des Jobcenters hat den Einstieg erleichtert.“

Nach einem mehrmonatigen Praktikum wurde Eisenkrein im Januar 2026 fest eingestellt. Heute ist er für die Wartung und Reparatur von Kaffeemaschinen bei Kunden in der gesamten Region zuständig. „Es fühlt sich großartig an, wieder gebraucht zu werden und ein geregeltes Einkommen zu haben“, sagt er stolz.

Erfolgsfaktoren für den Neustart

Das Jobcenter Salzlandkreis begleitete den gesamten Prozess. Fallmanagerin Sandra Lehmann betont: „Entscheidend war die enge Abstimmung zwischen allen Beteiligten. Wir haben gemeinsam einen individuellen Plan erstellt, der gesundheitliche Aspekte genauso berücksichtigte wie die fachliche Qualifizierung.“

Auch die Kaffeemänner profitierten von der Zusammenarbeit. „Wir konnten einen engagierten Mitarbeiter gewinnen, der genau zu uns passt. Solche Kooperationen mit dem Jobcenter sind für uns als kleines Unternehmen sehr wertvoll“, ergänzt Bergmann.

Eisenkreins Geschichte zeigt, dass ein beruflicher Neustart auch nach vielen Jahren der Arbeitslosigkeit möglich ist. Mit der richtigen Unterstützung, Eigeninitiative und einem offenen Arbeitgeber können langfristige Perspektiven geschaffen werden. „Ich rate jedem, der in einer ähnlichen Situation steckt, den Mut nicht zu verlieren und die Angebote der Jobcenter zu nutzen“, so Eisenkrein abschließend.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration