Kommentar: Jobs statt Kurse – Sozialsystem bremst Integration
Kommentar: Jobs statt Kurse – Sozialsystem bremst

Kommentar: Jobs statt immer neuer Kurse

Flüchtlinge vor dem Ankunftszentrum am Flughafen Tegel – Foto: Ralf Günther

Hans-Jörg Vehlewald – 27.04.2026 – 19:56 Uhr

Deutschlands Jobcenter vermitteln immer weniger Arbeitslose in echte Arbeit – mich wundert dieser Trend nicht! 2022 nahm ich mit meiner Familie eine Flüchtlingsfamilie aus der Ukraine auf: Mutter und Sohn, damals 17 Jahre alt. Das Ergebnis: Bis heute hat keiner von ihnen einen festen Job. Stattdessen gibt es immer neue Sprach- und Weiterbildungskurse, sogenannte Willkommensklassen – eine reine Beschäftigungstherapie!

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Was mir schon damals auffiel: In den Räumen des Jobcenters und der Ausländerbehörde gab es kein einziges Werbeplakat für Jobs in örtlichen Betrieben. Stattdessen lagen massenhaft Broschüren über Bürgergeld, Wohngeld und Gratis-Lebensmittel aus. Die Botschaft an die Flüchtlinge ist klar: Wer geduldig Kurse absolviert, bekommt weiter seine Stütze – sorgenfrei!

Unsere Flüchtlinge waren eifrig und wollten arbeiten. Doch unser Sozialsystem hat ihnen das Gegenteil beigebracht. Warum führt eigentlich niemand eine Vermittlungsprämie für Mitarbeiter im Jobcenter ein? Das könnte die nächste Statistik weniger traurig aussehen lassen und echte Anreize für eine erfolgreiche Arbeitsvermittlung schaffen.

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