Arbeitnehmer in Berlin und Brandenburg durften sich im vergangenen Jahr über mehr Geld im Portemonnaie freuen, da die Gehälter insgesamt stärker anzogen als die Verbraucherpreise. Allerdings fiel die Entwicklung je nach Branche sehr unterschiedlich aus, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte.
Reallohnplus in beiden Ländern
Die sogenannten Reallöhne stiegen in Berlin um 2,9 Prozent und in Brandenburg um 1,8 Prozent. Damit legten die Reallöhne in beiden Ländern das zweite Jahr in Folge zu. Zuvor waren sie in Berlin zwei Jahre und in Brandenburg drei Jahre lang nicht gestiegen. Besonders drastisch war der Rückgang im Jahr 2022 nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs.
Gewinner und Verlierer in Berlin
Besonders stark fiel das Plus in der Hauptstadt in der Energieversorgung mit 6,4 Prozent aus, gefolgt von Information und Kommunikation (4,8 Prozent) sowie dem verarbeitenden Gewerbe (4,3 Prozent). Im Berliner Gastgewerbe hingegen mussten die Beschäftigten einen Reallohnverlust von 0,1 Prozent hinnehmen.
Entwicklung in Brandenburg
In Brandenburg profitierten vor allem Arbeitnehmer in der Gewinnung von Steinen und Erden mit einem Plus von 5,2 Prozent sowie in der Energieversorgung mit 3,4 Prozent. Im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung gab es dagegen einen Reallohnverlust von 0,7 Prozent.
Die Daten verdeutlichen, dass die allgemeine Lohnentwicklung nicht über alle Branchen hinweg gleich verläuft. Während einige Sektoren deutliche Zuwächse verzeichnen, kämpfen andere mit realen Einbußen. Die Statistikbehörde wertet dies als Zeichen für die heterogene wirtschaftliche Lage in der Region.



