Sachsens Arbeitsmarkt bleibt angespannt – Sorge um junge Menschen
Sachsens Arbeitsmarkt: Sorge um Jugendliche

Die Arbeitslosigkeit in Sachsen ist saisonbedingt leicht zurückgegangen. Im April waren rund 155.000 Menschen ohne Job. Das waren knapp 1.000 weniger als im Vormonat, aber 6.700 mehr als im April des Vorjahres, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 7,2 Prozent. Stichtag für die Zahlen war der 13. April.

Herausforderungen bleiben

„Es konnten wieder mehr Menschen eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt aufnehmen, und wir haben wieder mehr Menschen mit Fördermaßnahmen unterstützt“, sagte der Chef der Regionaldirektion, Klaus-Peter Hansen. Dennoch blieben Herausforderungen bestehen, insbesondere beim weiteren Abbau der Jugendarbeitslosigkeit und der Langzeitarbeitslosigkeit. „Das wird dauerhaft nur gelingen, wenn die Unternehmen auch wieder einstellen – und das ist von der wirtschaftlichen Entwicklung der konjunkturnahen Branchen abhängig“, betonte Hansen.

Jugendarbeitslosigkeit bereitet Sorgen

Besonders die Jugendarbeitslosigkeit bleibt ein drängendes Problem. Trotz mehr als 31.000 offener Stellen haben es viele junge Menschen schwer, einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden. Die Agentur für Arbeit setzt daher verstärkt auf Beratung und Qualifizierungsmaßnahmen, um die Vermittlungschancen zu verbessern.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Regionale Unterschiede deutlich

Die Arbeitslosigkeit ist regional unterschiedlich stark ausgeprägt. In sieben Landkreisen sank die Zahl der Arbeitslosen im Monatsverlauf. Am kräftigsten fiel der Rückgang im Vogtlandkreis mit minus 4,2 Prozent aus, gefolgt vom Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (minus 3,1 Prozent) sowie den Landkreisen Erzgebirgskreis und Görlitz (je minus 2,8 Prozent). Dagegen verzeichneten die Stadt Leipzig (plus 1,6 Prozent) und der Landkreis Leipzig (plus 1,2 Prozent) die stärksten Anstiege.

Arbeitslosenquoten im Vergleich

Die Spanne der Arbeitslosenquoten reicht von 5,6 Prozent im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bis zu 9,9 Prozent in der Stadt Chemnitz. Dies zeigt die unterschiedliche wirtschaftliche Dynamik innerhalb des Freistaats.

Hoffnungsträger Branchen

Trotz der angespannten Lage gibt es Branchen, die Hoffnung machen. Dazu zählen das Gesundheitswesen, die Logistik und der Dienstleistungssektor, die weiterhin Personal suchen. Auch im Bereich der erneuerbaren Energien und der IT werden Fachkräfte dringend benötigt. Die Arbeitsagentur ruft Unternehmen dazu auf, verstärkt in Ausbildung und Weiterbildung zu investieren, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Offene Stellen und neue Meldungen

Im April wurden gut 6.400 freie Stellen neu gemeldet. Insgesamt liegen den Arbeitsagenturen und Jobcentern damit rund 31.788 Stellenangebote vor. Dies bietet Potenzial für Arbeitsuchende, erfordert aber auch passgenaue Qualifikationen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration