Die Arbeitslosigkeit in Sachsen ist im April saisonbedingt leicht gesunken. Rund 155.000 Menschen waren ohne Job, knapp 1.000 weniger als im Vormonat, aber 6.700 mehr als im April 2023. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 7,2 Prozent, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte.
Regional gibt es deutliche Unterschiede: In sieben Landkreisen sank die Arbeitslosigkeit, am stärksten im Vogtlandkreis (minus 4,2 Prozent). In der Stadt Leipzig stieg sie dagegen um 1,6 Prozent. Die Quoten reichen von 5,6 Prozent im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bis 9,9 Prozent in Chemnitz.
Der Chef der Regionaldirektion, Klaus-Peter Hansen, betonte die Herausforderungen beim Abbau der Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit. „Das wird dauerhaft nur gelingen, wenn die Unternehmen auch wieder einstellen“, sagte er. Im April wurden gut 6.400 neue Stellen gemeldet, insgesamt liegen rund 31.788 Stellenangebote vor.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Sachsen forderte Arbeitgeber auf, in junge Menschen zu investieren. „Was wir uns in Sachsen nicht leisten können, ist eine Abwanderungswelle von Fachkräften“, sagte Landesvize Ralf Hron. Die demografische Entwicklung verschärfe den Fachkräftemangel: In den nächsten fünf Jahren könne jeder Dritte der rund 180.000 Altersabgänge nicht nachbesetzt werden.



