Temperatursturz um 20 Grad: Eisheilige kommen früher
Temperatursturz: Eisheilige früher da

Die Woche beginnt mit einem Paukenschlag: Statt Sonnenschein und Frühlingswärme erwartet Deutschland ein Temperatursturz von bis zu 20 Grad. Regen, Kälte und graue Wolken bestimmen das Bild. Besonders betroffen sind die Mitte und der Süden des Landes.

Polarluft sorgt für Kälteeinbruch

Ein ausgedehntes Tiefdruckgebiet bringt kühle Polarluft nach Deutschland. Am Dienstag und Mittwoch fallen die Temperaturen vielerorts auf nur noch 10 bis 15 Grad. In Regionen mit anhaltendem Regen, von Nordrhein-Westfalen bis Brandenburg, sowie in höheren Lagen der Mittelgebirge sinken die Werte sogar auf 6 bis 9 Grad. „Unter dichten Regenwolken kann es zu Temperaturstürzen von bis zu 20 Grad kommen“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung gegenüber BILD.

Eisheiligen kommen früher als üblich

Normalerweise treten die Eisheiligen zwischen dem 11. und 15. Mai auf. Doch in diesem Jahr zeigen sie sich bereits eine Woche früher. „Man kann durchaus die Winterjacke wieder aus dem Schrank holen“, rät Klimatologe Dr. Karsten Brandt. Die Kälteperiode wird voraussichtlich bis Mitte Mai anhalten.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Regenschwerpunkt in der Landesmitte

Der Wetterumschwung wird durch ein Tief verursacht, das südlich der Linie Köln–Berlin verharrt. „Das ist meteorologisch die übelste Kombination, denn wenn ein Tief festhängt, regnet es stundenlang über denselben Regionen“, warnt Jung. In der Mitte Deutschlands fallen verbreitet 30 bis 50 Liter Regen pro Quadratmeter. Besonders Hessen, Rheinland-Pfalz, das südliche Nordrhein-Westfalen und Teile Thüringens sind betroffen.

Sturzflutgefahr nach trockenem April

Nach dem extrem trockenen April sind die Böden knochentrocken und können den Regen nicht schnell aufnehmen. Das Wasser läuft oberflächlich ab, was zu Sturzfluten in Hanglagen, überfluteten Kellern und Straßen führen kann. „Regional sind Sturzfluten sehr wahrscheinlich“, betont Jung.

Ausblick: Ab Freitag wird es wärmer

Ursache des Wetterchaos ist ein Blockadehoch auf dem Atlantik, das von den Azoren bis nach Grönland reicht und kalte Polarluft nach Süden lenkt. Ab Donnerstag lockert die Bewölkung jedoch auf, und die Sonne gewinnt wieder die Oberhand. Die Temperaturen steigen dann deutlich an.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration