China überholt USA als wichtigsten Handelspartner Deutschlands nach Exporteinbruch
China überholt USA als wichtigsten deutschen Handelspartner

China wieder Deutschlands wichtigster Handelspartner

Nach einem Jahr politischer Spannungen und Zollstreitigkeiten unter der Präsidentschaft von Donald Trump haben die USA ihren Spitzenplatz als wichtigster Handelspartner Deutschlands verloren. China schiebt sich mit einem schnellen Comeback wieder auf Platz 1 – eine Position, die die Volksrepublik bereits von 2016 bis 2023 innehatte.

Exporteinbruch in die USA belastet Handelsbeziehungen

Die deutschen Exporte in die Vereinigten Staaten sind im Jahr 2025 um satte 9,4 Prozent auf 146,2 Milliarden Euro eingebrochen. Besonders dramatisch fällt der Rückgang im Automobilsektor aus: Deutsche Unternehmen verzeichneten hier einen Rückgang um 17,8 Prozent. Auch der Export von Pharma-Erzeugnissen, der mit einem leichten Anstieg von 0,5 Prozent den einzigen positiven Trend darstellte, konnte den allgemeinen Einbruch nicht auffangen.

Insgesamt sank der gesamte Handel mit den USA um 5 Prozent. Diese Entwicklung spiegelt die anhaltenden politischen Spannungen und Zollstreitigkeiten wider, die das transatlantische Geschäft belasten.

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Chinas Comeback durch starke Importe

Während das USA-Geschäft schwächelt, verzeichnet China ein beeindruckendes Comeback. Die Importe aus China nach Deutschland stiegen um 8,8 Prozent auf 170,6 Milliarden Euro an. Die wichtigsten Importgüter waren dabei Datenverarbeitungsgeräte sowie elektrische und optische Erzeugnisse im Wert von 50,9 Milliarden Euro, gefolgt von elektrischen Ausrüstungen und Maschinen.

Gleichzeitig brachen jedoch auch die deutschen Exporte nach China ein – sie sanken um 9,7 Prozent auf 81,3 Milliarden Euro. Trotz dieses Rückgangs legte der Gesamthandel mit China um 2,1 Prozent zu, was ausreichte, um die Volksrepublik wieder an die Spitze der deutschen Handelspartner zu bringen.

Die Niederlande behalten starke Position

Auf Platz 2 der wichtigsten Herkunftsländer deutscher Importe liegen weiterhin die Niederlande mit 96,7 Milliarden Euro, gefolgt von den USA auf Rang 3 mit 94,3 Milliarden Euro. Insgesamt belegen die Niederlande den dritten Platz unter Deutschlands Top-Handelspartnern mit einem Handelsvolumen von 209,1 Milliarden Euro.

Interessanterweise bleiben die USA trotz des allgemeinen Rückgangs das bedeutendste Empfängerland deutscher Exporte. Auf den Rängen 2 und 3 folgen Frankreich mit 117,4 Milliarden Euro und die Niederlande mit 112,5 Milliarden Euro.

Diese Verschiebungen im internationalen Handel zeigen, wie politische Entwicklungen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen die Handelsströme innerhalb nur eines Jahres grundlegend verändern können. Die deutsche Wirtschaft muss sich auf diese neuen Realitäten einstellen und ihre Handelsbeziehungen entsprechend anpassen.

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