Supreme Court kippt Trumps globale Zölle: Schlag gegen Wirtschaftspolitik
US-Gericht stoppt Trumps Zölle: Schlag gegen Wirtschaftspolitik

Supreme Court der USA erklärt Trumps globale Zölle für unrechtmäßig

In einem wegweisenden Urteil hat der Supreme Court, das höchste Gericht der Vereinigten Staaten, die umfassenden globalen Zölle der US-Regierung unter Präsident Donald Trump aufgehoben. Die Entscheidung markiert einen schweren Schlag gegen die zentrale Wirtschaftspolitik des republikanischen Präsidenten, der sich seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 für protektionistische Maßnahmen starkgemacht hat.

Richter bestätigen Befugnisüberschreitung mit klarer Mehrheit

Mit einer Mehrheit von sechs zu drei Stimmen bestätigten die Richter des Supreme Court eine Entscheidung einer niedrigeren Instanz, wonach Trump mit der Anwendung des sogenannten International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) seine verfassungsmäßigen Befugnisse klar überschritten habe. Das Notstandsgesetz aus dem Jahr 1977 erlaubt dem Präsidenten zwar, den Handel in nationalen Notlagen zu regulieren, wurde jedoch bislang ausschließlich für Sanktionen und nicht für die Erhebung von Zöllen genutzt.

Die US-Verfassung räumt ausdrücklich dem Kongress und nicht dem Präsidenten die Befugnis zur Erhebung von Zöllen ein. Trump hatte sich dennoch auf das IEEPA berufen, um umfangreiche Einfuhrabgaben ohne die erforderliche Zustimmung des Kongresses zu verhängen. Geklagt hatten von den Zöllen betroffene Unternehmen sowie zwölf US-Bundesstaaten, die wirtschaftliche Nachteile durch die Maßnahmen befürchteten.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Finanzielle Folgen und internationale Auswirkungen

Ökonomen schätzen, dass die auf Grundlage dieses Gesetzes eingenommenen Zölle von mehr als 175 Milliarden US-Dollar nun möglicherweise zurückgezahlt werden müssen. Diese immense Summe unterstreicht die wirtschaftliche Dimension der gerichtlichen Entscheidung. Trump hatte die Zölle stets als entscheidend für die wirtschaftliche Sicherheit der USA bezeichnet und mit dem Argument begründet, sein Land werde von Handelspartnern ausgenutzt.

Zu den betroffenen Handelspartnern zählen unter anderem:

  • Die Europäische Union (EU)
  • Exportweltmeister China
  • Weitere wichtige Wirtschaftsnationen

Für fast alle Waren aus der Europäischen Union mussten seit August Zölle in Höhe von 15 Prozent gezahlt werden – ein Vielfaches des früheren Durchschnittswertes. Diese Maßnahmen hatten zu erheblichen Spannungen im internationalen Handel geführt und globale Lieferketten belastet.

Hintergrund und politische Einordnung

Donald Trump hatte nach seinem Amtsantritt im Januar 2025 zahlreiche Strafzölle eingeführt und dabei immer wieder behauptet, die USA würden von ihren Handelspartnern unfair behandelt. Der Republikaner begründete seinen Protektionismus mit der angeblichen wirtschaftlichen Ausbeutung seines Landes. Das jüngste Urteil des Supreme Court stellt diese Politik nun auf eine solide rechtliche Grundlage und setzt klare Grenzen für exekutive Handlungsspielräume in Handelsfragen.

Die Entscheidung der obersten Richter bestätigt nicht nur die Gewaltenteilung zwischen Präsident und Kongress, sondern hat auch unmittelbare praktische Konsequenzen für die amerikanische Wirtschaft und ihre internationalen Beziehungen. Die Aufhebung der Zölle dürfte die Handelsbeziehungen zu wichtigen Partnern wie der EU und China entspannen und könnte zu einer Normalisierung des globalen Handelsumfeldes beitragen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration