Magdeburg kämpft um den Klassenerhalt in der 2. Liga! Nach dem knappen 1:0-Sieg gegen Hertha BSC sind die Blau-Weißen ihrem Ziel ein großes Stück näher gekommen. In den letzten drei Spielen zeigt die Mannschaft von Trainer Petrik Sander eine deutlich veränderte Spielweise: Statt des früheren Offensivspektakels setzt der FCM nun auf Ruhe und Sicherheit. Insgesamt sieben Saisonspiele des 1. FC Magdeburg endeten mit fünf oder mehr Toren – zuletzt beim 3:4 in Paderborn. Doch diese Zeiten scheinen vorbei.
Trainer Sander verteidigt den Kurs
Trainer Petrik Sander (65) verteidigte das hauchdünne 1:0 gegen Hertha BSC deutlich: „Was wollen wir haben? Spektakel oder wollen wir Siege? Also ich nehme lieber den Sieg. Das war heute nicht spektakulär, aber mit viel Aufwand verbunden. Und da ist es wichtig, dass sich die Mannschaft für ihren Aufwand belohnt. Da muss es nicht immer Spektakel sein.“ Der 65-Jährige sieht sich durch die jüngsten Ergebnisse bestätigt.
Weniger Tore, mehr Stabilität
In den letzten drei Magdeburger Saisonspielen fielen insgesamt nur vier Tore. Sander erklärt: „Es ist ein Entwicklungsschritt, dass man ruhig und besonnen bleibt und nicht mit Harakiri irgendwelche Situationen durchdribbeln will. Ich weiß, das ist fußballerisch nicht so prickelnd, aber wenn es erfolgreich ist, heiligt der Zweck die Mittel – gerade in dieser Phase. Abstiegskampf und Hurra-Stil passen selten zusammen. Da muss man sich schon wehren, und die Spieler müssen auch leiden.“
Geduld und Reife gefragt
Sicherheit statt Spektakel! Dabei nimmt der Trainer auch Unmut auf den Rängen in Kauf. Sander betont: „Es ist die gewachsene Stabilität der Mannschaft, bestimmte Sachen auch aushalten zu können. Nicht wild irgendwas zu initiieren, was keinen Sinn ergibt. Auch wenn es im Stadion dann mal murrt. Das Spiel hinten raus zwingt nun mal den Gegner zu laufen, und dann entstehen irgendwann Räume. Und da haben wir viel Geduld bewiesen.“ Die Mannschaft zeigt nun die nötige Reife, um in der kritischen Phase der Saison die Punkte einzufahren.



