ADAC-Test: Nachfragen beim Autokauf kann Tausende Euro sparen
Ein Neuwagen stellt für viele Verbraucher eine erhebliche finanzielle Belastung dar. Umso wichtiger ist es, beim Kauf aktiv nach Rabatten zu fragen und zu verhandeln. Der ADAC hat in einer aktuellen Untersuchung gezeigt, dass die Chancen auf Nachlässe beim Händler oft gut stehen – mit Ersparnissen, die schnell in den vierstelligen Bereich reichen können.
Große Rabattbereitschaft bei Autohändlern nachgewiesen
Für den Test wurden 14 Automodelle zunächst online beim Hersteller vorkonfiguriert. Mit diesen Preisangeboten besuchten Tester dann jeweils acht Autohändler in verschiedenen Regionen Deutschlands. Das Ergebnis war laut ADAC eine „große Rabattbereitschaft“ bei den meisten Modellen. Nur bei drei günstigen Fahrzeugen – dem Dacia Duster, Leapmotor T03 und Renault Clio – waren kaum Nachlässe zu erzielen.
Spitzenrabatte für Verbrenner und Elektroautos im Detail
Die prozentual höchsten Rabatte bei Verbrennern erzielten im Test:
- Peugeot 3008 mit 18,4 Prozent (Listenpreis: 45.756 Euro; durchschnittlicher Rabatt: 8.413 Euro)
- MG ZS Hybrid+ mit 13,3 Prozent (Listenpreis: 26.640 Euro; durchschnittlicher Rabatt: 3.530 Euro)
- VW Golf Variant mit 11,8 Prozent (Listenpreis: 45.325 Euro; durchschnittlicher Rabatt: 5.325 Euro)
Für Elektroautos – ohne Berücksichtigung der aktuellen Förderprämien – gab es die höchsten Rabatte bei:
- BYD Atto 2 mit 25,4 Prozent (Listenpreis: 37.490 Euro; durchschnittlicher Rabatt: 9.520 Euro)
- BMW iX1 mit 18,8 Prozent (Listenpreis: 62.420 Euro; durchschnittlicher Rabatt: 11.739 Euro)
- Skoda Elroq mit 14,1 Prozent (Listenpreis: 49.550 Euro; durchschnittlicher Rabatt: 6.966 Euro)
Verhandlungstaktik: Dreimal nachfragen lohnt sich
In über 100 Verkaufsgesprächen gaben Händler laut ADAC in mehr als drei Viertel der Fälle bereits im ersten Angebot einen Rabatt. Weitere zwölf Prozent gewährten Nachlässe auf Nachfrage. Die Tester hielten jedoch nicht nach einem Versuch inne – sie fragten ein zweites und sogar drittes Mal nach. Dabei reagierten 13 Prozent der Verkäufer bei der zweiten Frage mit zusätzlichen Rabatten, und weitere 6 Prozent gaben bei der dritten Nachfrage noch etwas dazu. Allerdings blieben etwa zehn Prozent der Gespräche ohne jeglichen Nachlass.
Rabattspanne zwischen Autohäusern kann erheblich sein
Der ADAC weist darauf hin, dass es sich lohnen kann, Angebote bei mehreren Autohäusern einer Marke einzuholen. Beispielsweise erhielt der Toyota Corolla im Test durchschnittlich 3.652 Euro Rabatt auf einen Listenpreis von 40.427 Euro, was 9 Prozent entspricht. Die Differenz zwischen dem höchsten und geringsten Rabatt bei den acht Testgesprächen lag jedoch bei 21 Prozentpunkten, was zeigt, dass die Ersparnisse je nach Händler stark variieren können.
Diese Erkenntnisse unterstreichen, dass Verbraucher beim Neuwagenkauf nicht scheuen sollten, aktiv zu verhandeln und mehrere Optionen zu prüfen, um die besten Konditionen zu erzielen.



