Der bedrohte Autozulieferer Bohai in Harzgerode (Harzkreis) muss seine Produktion doch nicht Ende August einstellen. Das ergaben ein Gläubigerausschuss und eine Krisensitzung in Magdeburg. „Von einer Betriebseinstellung wird aufgrund der neuen Erkenntnisse vorerst Abstand genommen“, sagte Insolvenzverwalter Olaf Spiekermann der Mitteldeutschen Zeitung (MZ) nach einer Gläubigerversammlung am Mittwoch.
Krisengipfel in der Staatskanzlei
Bereits am Dienstag hatte es einen Krisengipfel in der Magdeburger Staatskanzlei gegeben. Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) zeigte sich optimistisch: „Ich bin optimistisch. Wir stehen nicht alleine da. VW will den Standort erstmal mindestens bis Jahresende unterstützen und helfen, neue Investoren und Kunden zu finden“, sagte er der MZ.
Proteste vor dem Werkstor
Anfang Mai hatten noch zahlreiche Teilnehmer in Harzgerode mit Pyrotechnik vor dem Werkstor von Bohai gegen den drohenden Verlust ihrer Jobs protestiert. Die Wende kam nun durch die Zusage von Volkswagen, den Standort bis mindestens Jahresende zu unterstützen.
Zukunft des Standorts
Der Insolvenzverwalter betonte, dass die Suche nach neuen Investoren und Kunden weitergehe. Volkswagen habe zugesagt, dabei zu helfen. Die Belegschaft hofft nun auf eine langfristige Perspektive für den Standort in Harzgerode. Die genauen Details der Unterstützung durch VW wurden noch nicht veröffentlicht, doch die ersten Signale geben Anlass zur Hoffnung.



