Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hält eine künftige Bewerbung um die Ausrichtung einer Fußball-Weltmeisterschaft weiterhin für möglich. Ein Verbandssprecher erklärte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: „Wie Bernd Neuendorf im November sagte, würde Deutschland die nötige Infrastruktur und der DFB die passende Organisationserfahrung mitbringen. Deshalb befassen wir uns mit einer WM-Bewerbung, indem zukünftige Optionen geprüft und besprochen werden.“ Zuvor hatte das Portal „Absolut Fussball“ berichtet, dass der DFB mögliche Szenarien für eine Bewerbung entwickele.
Fokus liegt auf Frauen-EM 2029
Der Verband betonte jedoch, dass es derzeit kein konkretes Bewerberverfahren der FIFA gebe. DFB-Präsident Neuendorf hatte im November 2025 vor dem Bundestag in Frankfurt erklärt, der Fokus liege auf der erfolgreichen Bewerbung für die Frauen-EM 2029, die Deutschland inzwischen von der UEFA zugesprochen bekommen hat. Für eine Männer-WM könne er sich „grundsätzlich vorstellen, dass wir uns perspektivisch mit dieser Frage auseinandersetzen und schauen, unter welchen Rahmenbedingungen eine solche Bewerbung denkbar ist.“
Vergabe der Männer-WM bis 2034
Deutschland hat bisher zweimal eine Männer-WM ausgerichtet: 1974 und 2006. Das letzte große Heimturnier war die EM 2024. Die kommende Männer-WM findet 2026 in den USA, Kanada und Mexiko statt. Für 2030 ist eine gemeinsame Bewerbung von Marokko, Portugal, Spanien, Uruguay, Argentinien und Paraguay geplant – erstmals auf drei Kontinenten. 2034 wird die WM in Saudi-Arabien ausgetragen. Die CDU hatte auf ihrem Parteitag im Februar in Stuttgart eine Bewerbung für 2042 gefordert und die Bundesregierung aufgefordert, ein Konzept für Deutschland als Austragungsort zu erarbeiten und den DFB zu unterstützen.



