DFL: 50+1-Regel soll elementarer Bestandteil der Liga bleiben
DFL: 50+1-Regel bleibt elementar für Liga

Die Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat sich klar zur 50+1-Regel bekannt. In einem Interview mit dem Fachmagazin kicker betonten die Verantwortlichen, dass diese Regelung ein elementarer Bestandteil der Liga bleiben solle. Die deutsche Eliteklasse wolle einen anderen Weg gehen als beispielsweise die schwerreiche englische Premier League, die stark von Investorengeldern abhängig ist.

Marc Lenz: „Europäischer Fußball auf finanziellem Irrweg“

DFL-Geschäftsführer Marc Lenz übte deutliche Kritik an der Entwicklung in anderen europäischen Ligen. „Der europäische Fußball ist finanziell auf einem Irrweg, da hohe Kaderkosten in vielen Ligen nicht durch Umsätze finanziert sind und durch Investoren oder Fremdkapital gedeckt werden müssen“, sagte Lenz. Er fügte hinzu: „Faktisch wurde dieses Geld im Ausland zu großen Teilen somit vielfach ‚verbrannt‘ und nicht sinnvoll eingesetzt – glücklicherweise für die Bundesliga.“

Lenz betonte, dass die Bundesliga von diesem Kapital nicht abhängig sei. „Dieser Investorenweg und die Abhängigkeit von Investoren zum Ausgleich von Defiziten aus dem operativen Geschäft wird auch in Zukunft nicht Bundesliga-Weg sein“, stellte er klar.

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DFL fordert Umdenken bei Investitionen

Laut Lenz sei eine Balance aus finanzieller Stabilität und gesellschaftlicher Verankerung wichtig. Insbesondere langfristige Investitionen könnten die künftige Wettbewerbsfähigkeit „enorm“ beeinflussen. „Da brauchen wir ein Umdenken – es geht eben nicht um den nächsten Stürmer, sondern unsere perspektivische Ausrichtung“, so der DFL-Geschäftsführer.

Die DFL erwartet vom Bundeskartellamt „voraussichtlich noch in diesem Jahr eine finale Bewertung“ zur 50+1-Regel, wie Lenz mitteilte. Eine Arbeitsgruppe arbeite bereits „an möglichen Szenarien, um vorbereitet zu sein und bestenfalls auch Rechtsstreitigkeiten innerhalb der 36 Klubs vermeiden zu können“.

50+1-Regel als Schutz vor Investoreneinfluss

Die 50+1-Regel besagt, dass Investoren nicht die Mehrheit an einem Verein übernehmen dürfen. Sie soll den Einfluss externer Geldgeber begrenzen und die traditionelle Vereinsstruktur erhalten. Die DFL-Präsidium werde sich „stark für den Schutz und Fortbestand der Regel“ einsetzen, hieß es.

Trotz eines Minderkapitals von rund 15 Milliarden Euro in den vergangenen zehn Jahren sieht sich die Bundesliga im internationalen Vergleich gut aufgestellt. Die DFL-Geschäftsführung ist überzeugt, dass der eingeschlagene Weg der richtige sei, um die langfristige Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit der Liga zu sichern.

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