Experten fordern Steuersenkung: So könnten Diesel und Benzin deutlich günstiger werden
Experten-Plan: Diesel und Benzin könnten deutlich billiger werden

Spritpreise auf Rekordkurs: Experten fordern schnelle Steuersenkung

Die Spritpreise befinden sich weiterhin im Höhenflug. Beim Diesel droht sogar ein neues Allzeithoch, das den bisherigen Rekordstand aus dem Jahr 2022 übertreffen könnte. Aktuell liegt der Dieselpreis nur noch etwa 2 Cent unter diesem historischen Höchstwert, der kurz nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs erreicht wurde.

Wirtschaftsvertreter fordern konkrete Maßnahmen

Um Autofahrer und die gesamte Wirtschaft zu entlasten, hat die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) einen konkreten Vorschlag vorgelegt. DIHK-Chefin Helena Melnikov fordert die Bundesregierung auf, die Energiesteuern für Diesel, Benzin, Gas und Heizöl noch vor Ostern vorübergehend auf das EU-Mindestniveau zu senken.

„Das würde Benzin unterm Strich um rund 35 Cent und Diesel um knapp 17 Cent pro Liter entlasten“, erklärt Melnikov gegenüber der „BILD“. Gleichzeitig solle die Stromsteuer dauerhaft auf das EU-Mindestniveau gesenkt werden. „Da es sich um eine reine Bundessteuer handelt, wäre das rasch umsetzbar.“

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ADAC unterstützt Forderung nach Steuersenkung

Auch der ADAC schließt sich dieser Forderung an. Der Automobilclub betont, dass nur durch eine Senkung der Energiesteuer Verbraucher schnell und wirksam entlastet werden könnten. Die aktuelle Belastung durch staatliche Abgaben ist erheblich:

  • Benzin: 65,45 Cent Energiesteuer pro Liter
  • Diesel: 47,04 Cent Energiesteuer pro Liter

Bei einer Senkung auf das EU-Mindestmaß würde sich eine 50-Liter-Tankfüllung deutlich verbilligen:

  1. Benzin: Ersparnis von etwa 17,50 Euro
  2. Diesel: Ersparnis von knapp 8,50 Euro

Wirtschaftliche Argumente für Steuersenkung

DIHK-Chefin Melnikov argumentiert mit volkswirtschaftlichen Überlegungen: „Ohne diese Entlastung wird es am Ende auch für den Staat teuer“, warnt sie. Durch die steigenden Öl- und Benzinpreise entstehen der Wirtschaft massive Mehrkosten, was wiederum zu geringeren Steuereinnahmen für den Staat führen könnte.

„Denn mit einer erneut einbrechenden Konjunktur bleiben auch Ertragssteuern aus“, erklärt Melnikov weiter. Die temporäre Steuersenkung könnte somit nicht nur Verbraucher entlasten, sondern auch negative wirtschaftliche Folgen abmildern.

Die Diskussion um Spritpreise und Steuerbelastung gewinnt angesichts der aktuellen Preisentwicklung weiter an Bedeutung. Während Autofahrer kurzfristig sogar für 1,20 Euro pro Liter tanken konnten, zeigen die aktuellen Entwicklungen, wie schnell sich die Situation ändern kann.

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