Der FC Bayern München treibt die Kaderplanung für die kommende Saison voran. Auf der Aufsichtsratssitzung am Montag einigten sich die Verantwortlichen darauf, dass Anthony Gordon von Newcastle United der Königstransfer des Sommers werden soll. Nach Harry Kane (2023), Michael Olise (2024) und Luis Díaz (2025) hoffen die Münchner auf den nächsten Volltreffer aus der Premier League für ihre Offensive.
Hohe Ablöse für Gordon
Gordon wird jedoch teuer. Laut englischen Medienberichten ist eine Ablösesumme von knapp 90 Millionen Euro im Gespräch. Diese Summe wird Bayern voraussichtlich nicht zahlen, sodass in den kommenden Wochen intensive Verhandlungen zwischen den Klubs erwartet werden. Der flexibel einsetzbare Angreifer ist auch bei mehreren Topklubs aus der Premier League begehrt.
Gute Argumente für einen Wechsel
Dennoch liegt Bayern im Rennen um den 25-Jährigen aus mehreren Gründen vorn. Kane, Olise und Díaz haben gezeigt, dass ein Wechsel aus England zum deutschen Meister kein Rückschritt ist. Unter Trainer Vincent Kompany hat sich Bayern zu einem der stärksten und attraktivsten Teams Europas entwickelt. Zudem tendiert Gordon selbst zu einem Wechsel nach München, ein Fünfjahresvertrag ist im Gespräch.
Formkrise bei Musiala
Der Transfer wäre nachvollziehbar, da auf den Außenbahnen Top-Alternativen fehlen – wie zuletzt beim Halbfinal-Aus in der Champions League gegen Paris Saint-Germain. Jamal Musiala ist weit von seiner Bestform entfernt, Serge Gnabry fällt mit einem Adduktorenausriss lange aus, und Lennart Karl steht mit 18 Jahren am Anfang seiner Entwicklung.
Als weitere Neuzugänge werden Dusan Vlahovic (Juventus Turin), Charles De Ketelaere (Atalanta Bergamo) und Mika Godts (Ajax Amsterdam) gehandelt, doch die Wunschlösung bleibt Gordon. Der Engländer erzielte in der Champions League zehn Tore in zwölf Partien (Platz drei hinter Kane und Mbappé) und verdrängte DFB-Stürmer Nick Woltemade bei Newcastle auf die Bank.
Umbau in Abwehr und Mittelfeld
Gordon soll ein wichtiger Teil der neuen Bayern werden, aber nicht der einzige. Gesucht wird ein Außenverteidiger, da Alphonso Davies erneut verletzt ausfällt und Konrad Laimer seinen Vertrag noch nicht verlängert hat. Im zentralen Mittelfeld erhält Rückkehrer Noel Aseko, der aktuell an Hannover 96 ausgeliehen ist, eine Chance. Der 20-Jährige und Tom Bischof sollen die Lücke füllen, die Leon Goretzkas Abschied reißt. Bei Kennet Eichhorn von Hertha BSC gibt es intern unterschiedliche Meinungen, sodass ein Transfer wohl nicht zustande kommt.
Neuer-Verlängerung naht
Auch auf der Torhüterposition gibt es Bewegung: Manuel Neuer wird seinen Vertrag bis 2027 verlängern; die offizielle Verkündung steht noch aus und könnte am Wochenende rund um das letzte Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln oder bei der Meisterfeier am Sonntag auf dem Marienplatz erfolgen. Neuers designierter Nachfolger Jonas Urbig soll in der kommenden Saison weiter aufgebaut werden und regelmäßig spielen. Die neuen Bayern sollen in der nächsten Saison endlich wieder den Champions-League-Pokal nach München holen.



