Der 1. FC Nürnberg muss vorerst auf seinen besten Stürmer verzichten: Mohamed Ali Zoma (22) hat sich eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen und fällt aus. Ob der Angreifer in dieser Saison noch einmal zum Einsatz kommt, ist offen. Ohne den treffsicheren Italiener, der in der laufenden Spielzeit bereits elf Tore erzielt hat, steht der FCN-Angriff vor einer großen Herausforderung. Denn Zoma ist damit erfolgreicher als alle anderen Stürmer im Kader zusammen.
Wer übernimmt die Rolle von Zoma?
Die naheliegendste Lösung: Ein Mittelfeldspieler rückt für Zoma in die Spitze. Bereits im Spiel in Bielefeld (1:1) kam Rafael Lubach (21) für den verletzten Stürmer. Obwohl Lubach mit einem Mega-Fehlschuss kurz vor Schluss den möglichen Sieg vergab, hat er bei Trainer Miroslav Klose gute Karten. Klose erklärte: „Das ist sicher eine Option und war auch der erste Gedanke, der mir in Bielefeld durch den Kopf gegangen ist. Er hat weniger Geschwindigkeit, aber dafür mehr Variationen. Er ist vielleicht auch besser darin, sich zwischen den Linien zu bewegen.“
Weitere Optionen im Kader
Neben Lubach kommt auch Noah Mabulou (21) in Frage. Der junge Angreifer konnte sein Können bisher jedoch kaum auf dem Platz zeigen und fehlte zuletzt sogar komplett im Kader. Ähnlich ergeht es Mickaël Biron (28), dem Nationalspieler von Martinique. Er spielt in den Überlegungen von Klose schon seit Längerem so gut wie keine Rolle mehr. Klose sagte: „Es waren jetzt ein paar gute Trainingseinheiten von ihm dabei. Aber im Großen und Ganzen ist es nicht so, wie ich mir das wünsche. Vor allem schürt er keinen Konkurrenzkampf.“ Auf die Frage, ob er nun eine Chance habe, auf sich aufmerksam zu machen, antwortete Klose vielsagend: „Ja, er hätte…“
Die Entscheidung, wer Zoma ersetzen wird, dürfte in den kommenden Tagen fallen. Fest steht: Der FCN muss ohne seinen Top-Stürmer auskommen, und die Alternativen sind begrenzt. Trainer Klose bleibt jedoch optimistisch und setzt auf die Qualitäten seiner Spieler.



