Die Königsklasse des Motorsports kehrt in die Türkei zurück! Am Freitag gab die Formel 1 bekannt, ab 2027 wieder Rennen auf dem Istanbul Park Circuit austragen zu wollen. Nach einer neuen Vereinbarung mit dem türkischen Ministerium für Jugend und Sport ist der Istanbul Park bis einschließlich Saison 2031 im Kalender bestätigt, heißt es in einer Mitteilung.
Fia-Präsident begrüßt Rückkehr
Fia-Präsident Mohammed Ben Sulayem erklärte: „Die Rückkehr der Formel 1 in die Türkei ist ein eindrucksvoller Beweis für das anhaltende weltweite Wachstum und die Anziehungskraft unseres Sports, und ich freue mich sehr, dass der Große Preis der Türkei wieder in den Kalender der FIA-Formel-1-Weltmeisterschaft aufgenommen wurde.“
Der Vertrag geht über fünf Jahre
Das erste Rennen in der Bosporus-Metropole fand 2005 statt. Auf dem von dem deutschen Star-Architekten Hermann Tilke (71) geplanten Kurs fuhren die Formel-1-Piloten gegen den Uhrzeigersinn. Der Höhepunkt der Strecke: Kurve 8 mit ihren gleich vier Scheitelpunkten. Der Circuit lag Fernando Alonso (44) offenbar besonders. Der Spanier (fährt heute für Aston Martin) gewann gleich drei Rennen hintereinander – 2006, 2007 und 2008.
Auch Sebastian Vettel (38) konnte sich in die Siegerliste eintragen. Der Deutsche gewann den Turkish Grand Prix in seiner vorerst letzten Auflage 2011. Danach wurde aus mehreren Gründen der Stecker gezogen: geringes Publikumsinteresse, hohe Kosten durch die Gebühren an die Formel 1 und fehlende staatliche Unterstützung.
Ab 2027: Die Formel 1 kehrt in die Türkei zurück
Während der Corona-Pandemie kehrte die Rennserie dann nochmal für zwei Jahre zurück in die Türkei. 2020 holte sich Lewis Hamilton (41) in einem chaotischen Regenrennen den WM-Titel, im Jahr danach siegte Valtteri Bottas (36). Seitdem machte die Formel 1 einen Bogen um die Türkei. Das wird 2027 vorbei sein. Mittlerweile hat das Land von Präsident Recep Tayyip Erdogan (72) erkannt, dass sich mit Sport-Ereignissen das eigene Image aufbessern lässt. Das ist durch die Verhaftung zahlreicher Oppositions-Politiker und die offene Unterstützung der radikal-islamischen Terrororganisation Hamas international arg ramponiert.
Erdogan sagt laut der Mitteilung: „Die Formel 1 zählt zu den weltweit führenden Sportveranstaltungen und zeichnet sich durch ihre Spektakularität, ihre junge Fangemeinde und ihre Vorreiterrolle in der Automobiltechnologie aus. Auch in unserem Land erfreut sich die Formel 1 einer breiten Anhängerschaft in allen Altersgruppen – insbesondere bei der Jugend – und verfügt über eine wahrhaft leidenschaftliche Fangemeinde.“
Auch andere Staaten wie Saudi-Arabien oder Katar nutzen die Formel 1, um von den negativen Schlagzeilen im eigenen Land abzulenken. Die Formel 1 kehrt also 2027 in die Türkei zurück – ein Schritt, der sowohl sportlich als auch politisch von Bedeutung ist.



