Mit einem deutlichen 2:0-Heimsieg gegen die Zweitvertretung von Hertha BSC gelang es dem Halleschen FC am vergangenen Sonntag, sich mit den eigenen Fans zu versöhnen. Es war der 18. Saisonerfolg für die Mannschaft von Trainer Robert Schröder, der vor dem Anpfiff eine bemerkenswerte personelle Veränderung vornahm. Schröder mischte das Team kräftig durch und setzte vermehrt auf junge Talente.
Überraschende Aufstellung mit vielen jungen Spielern
Bereits im Vorfeld war bekannt geworden, dass Luca Bendel anstelle von Sven Müller im Tor stehen würde. Doch die Überraschungen gingen weiter: Kapitän Landgraf, Abwehrchef Schmedemann und Stürmer Fakhro mussten auf der Bank Platz nehmen oder waren gar nicht erst im Kader. Stattdessen erhielten die Nachwuchsspieler des HFC eine Chance, sich zu beweisen. Diese Maßnahme zahlte sich am Ende aus und verlieh der Mannschaft neuen Schwung.
Vin Kastull glänzt bei seinem zweiten Startelfeinsatz
Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Verteidiger Vin Kastull. Der 21-Jährige absolvierte erst seinen zweiten Startelfeinsatz und nutzte diese Gelegenheit eindrucksvoll. Mit einem Kopfballtor erzielte er die 1:0-Führung für seine Mannschaft und zeigte zudem eine Reihe von starken Defensivaktionen. Kastull äußerte sich nach dem Spiel gegenüber HFC-TV: „Für mich persönlich war das ein top Spiel. Ein Tor gemacht und den Sieg nach Hause geholt. Ein gelungener Tag.“ Auch Trainer Robert Schröder zeigte sich begeistert: „Vin ist ja ein Verteidiger, wie er im Buche steht. Und das hat er herausragend gemacht.“
Lucas Ehrlich erlöst sich mit erstem Heimtor
Neben Kastull wusste auch Lucas Ehrlich zu überzeugen. Der von Augsburg ausgeliehene Stürmer, der gebürtig aus Freiberg stammt, war im Angriff stets aktiv und belohnte sich mit dem 2:0-Endstand. Es war sein erster Treffer im heimischen Stadion. Ehrlich kommentierte: „Es fühlt sich gut an und wurde jetzt auch mal Zeit, endlich mal zu Hause zu treffen.“
Zukunftsperspektiven für die jungen Spieler
Die aktuellen Verträge der defensiven Leistungsträger Jan Löhmannsröben und Burim Halili sind noch nicht verlängert, was den jungen Spielern die Chance bietet, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Das Spiel gegen Hertha BSC II war ein erstes Vorspielen unter Wettkampfbedingungen, und die jungen Akteure nutzten die Gelegenheit. Am Mittwoch in Babelsberg bietet sich für Kastull, Ehrlich und die anderen die nächste Möglichkeit, sich für mehr als nur die Reservistenrolle zu empfehlen.



