Die Nachricht traf die Region wie ein Schock: Der insolvente Automobilzulieferer Bohai Automotive Holding GmbH in Harzgerode steht vor dem endgültigen Aus. Grund ist der Verlust des Hauptkunden Volkswagen, der ab Herbst keine Aufträge mehr in dem Werk vergeben will. Damit sind rund 700 Arbeitsplätze in der sachsen-anhaltinischen Stadt akut gefährdet.
Hoffnung war noch vor wenigen Tagen groß
Noch vor wenigen Tagen hatte es Anzeichen für eine Rettung des Standortes gegeben. Gespräche mit potenziellen Investoren und ein Sanierungsplan ließen Hoffnung aufkeimen. Der plötzliche Entzug der VW-Aufträge hat diese Perspektive jedoch zunichtegemacht. Das Unternehmen befindet sich bereits seit einem Jahr in der Insolvenz und hatte zuletzt mit stark rückläufigen Bestellungen zu kämpfen.
Bedeutung für die Region
Die Schließung des Werks wäre ein schwerer Schlag für den Industriestandort Harzgerode und die gesamte Region. Neben den direkten Arbeitsplätzen wären auch viele Zulieferer und Dienstleister betroffen. Die Stadt Harzgerode hat bereits ihre Unterstützung für die betroffenen Mitarbeiter zugesagt und fordert schnelle Hilfen von Land und Bund.
- Rund 700 Beschäftigte sind von der Krise betroffen
- VW entzieht dem Werk alle Aufträge ab Herbst
- Insolvenzverfahren läuft seit einem Jahr
Die Belegschaft wurde am Montag über die neueste Entwicklung informiert. Betriebsrat und Gewerkschaft IG Metall kündigten an, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um einen Sozialplan zu sichern und die Folgen für die Mitarbeiter abzumildern. Die Zukunft des Standortes bleibt vorerst ungewiss.



