Kompany: Startelfdebüt von Ndiaye war kein Spiel für einen Jungen
Kompany: Ndiayes Debüt kein Spiel für einen Jungen

In der 77. Minute war der Arbeitstag für Bara Ndiaye beendet. Trainer Vincent Kompany erlöste seinen Schützling, nachdem der Belgier ihn zuvor gefragt hatte, ob er nicht ausgewechselt werden wolle. Doch Ndiaye signalisierte mit beiden Daumen nach oben, dass er weitermachen könne – obwohl er in Wahrheit völlig erschöpft war. „Er war dann auch tot“, schilderte Sportdirektor Christoph Freund in der Mixed-Zone der MEWA Arena.

Freund: „Man muss die Geschichte von Bara kennen“

Kein Wunder: Ndiaye feierte beim verrückten 4:3-Sieg gegen Mainz 05 sein Startelfdebüt für den FC Bayern. 77 Minuten auf Profiniveau zu absolvieren, fordert von einem 18-Jährigen einiges ab. „Man muss die Geschichte von Bara kennen“, sagte Freund über Ndiaye. Der offensive Mittelfeldspieler, den der Klub im Winter ausgeliehen hatte, hatte in den letzten sechs Monaten immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. „Er hat schon ewig nicht mehr in einer Fußballmannschaft begonnen“, so der Österreicher: „Ich finde aber, dass er es wirklich gut gemacht hat.“ Ähnlich sah es Kompany, der zugab: „Das war kein Spiel für einen jungen Spieler.“ Die körperliche Robustheit der Mannschaft von Trainer Urs Fischer war enorm.

Kompany: „Spiel war von der Körperlichkeit ein Test für einen jungen Spieler“

„Ich wusste davor, dass das Spiel von der Körperlichkeit ein Test für einen jungen Spieler ist“, sagte Bayerns Erfolgstrainer. Warum Kompany ihn trotzdem in die Startelf beorderte? „Das sind die Momente, in denen du am meisten lernst.“ Auch deshalb nahm er ihn beim Pausenstand von 0:3 nicht vom Feld, sondern ließ ihn weiterspielen, um von den Mentalitätsmonstern wie Michael Olise und Harry Kane zu lernen. „Er hat null Verantwortung in so einem Spiel“, erklärte Kompany: „Die erfahrenen Spieler müssen das über die Linie bringen.“ Mit anderen Worten: Ndiaye soll sich, wie auch Lennart Karl und die anderen Talente, ohne Druck weiterentwickeln und das Selbstverständnis sowie die Übersicht gewinnen, die ihm noch fehlen. Denn man traut dem Senegalesen durchaus zu, länger bei Bayern zu bleiben.

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Ndiaye entstammt der Jugendakademie Gambinos Stars

„Er ist ein sehr interessanter Junge mit einem super Charakter“, lobte Freund: „Er ist eine interessante Option für die Zukunft.“ Wie die AZ bereits berichtete, ist es gut möglich, dass der Klub den Youngster im Sommer fest verpflichtet und ihn anschließend eventuell noch einmal verleiht. Immerhin haben die Bayern indirekt schon jetzt die Hand auf ihn gelegt. Denn Ndiaye entstammt der Jugendakademie Gambinos Stars in Gambia. Die Fußballschule des ehemaligen Präsidenten der SpVgg Greuther Fürth, Helmut Hack, kooperiert mit Red & Gold Football, dem Multi-Club-Ownership-Modell des FC Bayern. Im Rahmen dessen absolvierte der 18-Jährige bereits in den vergangenen Jahren mehrere Probetrainings bei der U19, den Amateuren und den Profis des Rekordmeisters. Im Januar folgte dann die feste halbjährige Leihe.

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