Kompany verhindert Spannungsabfall: FC Bayern schont Stars für PSG
Kompany verhindert Spannungsabfall bei Bayern

Der FC Bayern München trifft am Samstag in der Bundesliga auf den FSV Mainz 05. Trainer Vincent Kompany wird dabei zahlreiche Stars schonen, um sie für das Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain fit zu halten. Die Devise des Belgiers lautet: Nur nicht nachlassen!

Guardiolas Erbe und Kompanys Ansatz

Ein Zitat von Pep Guardiola ist in Erinnerung geblieben. Als der Katalane in seiner ersten Saison den FC Bayern mit großem Vorsprung zur Meisterschaft 2013/14 führte, verkündete er in seinem typischen Sprachenmix: „The Bundesliga ist over.“ Guardiola wurde damals bereits am 25. März nach dem 27. Spieltag Meister – der früheste Titelgewinn der Liga-Geschichte. Diesen Rekord hat das aktuelle Team von Vincent Kompany nicht gebrochen, was man dem Trainer jedoch nicht ernsthaft vorwerfen kann.

Guardiola ließ nach dem vorzeitigen Titel eine B-Elf spielen, was zu einem 3:3 gegen Hoffenheim und einem 0:1 in Augsburg führte. Jugendspieler wie Ylli Sallahi kamen zum Einsatz, der nach der Pleite nie wieder für die Profis auflief. Kompany würde so etwas nie zulassen. Talente erhalten bei ihm eine zweite Chance, und er würde die Liga niemals für „over“ erklären – aus Respekt vor den Gegnern wie Mainz 05, das theoretisch noch in Abstiegsgefahr schwebt.

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Kompany: „Es ist nicht einfach, die Meisterschaft zu gewinnen“

„Es ist nicht einfach, die Meisterschaft zu gewinnen“, betonte Kompany am Freitag an der Säbener Straße. „Es sieht leichter aus, als es ist – aber es kostet Kraft und Energie. Daher sind wir stolz und wollen das auch weiter durchziehen.“ Der Trainer will Sieg für Sieg einfahren und den Torrekord von bisher 109 Treffern weiter nach oben schrauben.

Kompany hat bereits die Halbfinal-Duelle in der Champions League gegen Paris Saint-Germain im Hinterkopf, insbesondere das Hinspiel am Dienstag in Frankreich. „Wir sind alle Menschen“, begann der 40-Jährige zu erklären. „Wir hatten ähnliche Situationen vor einigen Wochen mit den zwei Madrid-Spielen. Die sind so groß, dass man die nicht wegdenken kann. Als Trainer kann ich ein Vorbild sein: Wie machen wir die Vorbereitung? Wie ist die Ansprache?“ Seine Botschaft: Alles wie immer, nichts ist over.

Rotation für die Bundesliga

Dennoch wird kräftig rotiert, ähnlich wie zuletzt beim 5:0 bei St. Pauli inmitten der Real-Schlachten. Beim 2:0 im DFB-Pokal-Halbfinale in Leverkusen am Mittwoch durfte das A-Team ran. In diese Elf ist Jamal Musiala auf der Zehnerposition gerutscht, anstelle des schwer verletzten Serge Gnabry. Musiala wird immer kraftvoller und stärker.

Diese A-Elf soll – wenn alles gut geht – auch das Pokalfinale am 23. Mai in Berlin gegen den VfB Stuttgart bestreiten und zuvor beide PSG-Partien. Sie besteht aus Neuer im Tor, Stanisic, Upamecano, Tah und Laimer in der Viererkette, den Sechsern Kimmich und Pavlovic, Musiala auf der Zehn, Olise rechts und Díaz links sowie Mittelstürmer Kane.

In den Partien in Mainz oder kommenden Samstag gegen Heidenheim dürfen Urbig (Tor), Kim, Ito (Innenverteidigung), Davies (Linksverteidigung), Goretzka, Guerreiro (Mittelfeld) und Jackson (Sturmspitze) ran. Dazu kommen Youngster wie Deniz Ofli (19) und Bara Ndiaye (18).

Personelle Situation

Nach ihren Muskelverletzungen fehlen die B-Elf-Kandidaten Tom Bischof und Lennart Karl, beide aktuell im Aufbautraining. Karl könnte es als Joker in den Paris-Kader schaffen. Die Rotation zeigt, dass Kompany die Breite des Kaders nutzt, um die Belastung zu managen und gleichzeitig die Spannung hochzuhalten.

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