Schalke 04 vor Aufstieg: Die fünf Erfolgsfaktoren des Revierclubs
Schalkes Erfolgsfaktoren: Baumann, Muslic, Dzeko & Co.

Der FC Schalke 04 steht unmittelbar vor der Rückkehr in die Bundesliga. Bereits am Samstag (20.30 Uhr/Nitro und Sky) kann der Revierclub mit einem Sieg gegen Fortuna Düsseldorf den Aufstieg perfekt machen – und das am drittletzten Spieltag. Noch in der vergangenen Saison drohte der Absturz in die 3. Liga. Fünf zentrale Säulen machen den Erfolg möglich.

Frank Baumann: Der Ruhepol im Hintergrund

Vor gut einem Jahr holte Schalke den früheren Nationalspieler und langjährigen Sportchef von Werder Bremen als Sportvorstand. Baumann war maßgeblich an der Verpflichtung von Trainer Miron Muslic beteiligt und traf kluge Kaderentscheidungen. Der 50-Jährige sorgt nicht nur fachlich für Stabilität, sondern auch atmosphärisch. Nach Jahren öffentlicher Uneinigkeit ist es unter ihm merklich ruhiger geworden. Fokussiertes und zielgerichtetes Arbeiten prägt nun den Klub – und das tut Schalke gut.

Miron Muslic: Der Glücksgriff an der Seitenlinie

Als Schalke im Sommer den Coach des englischen Zweitliga-Absteigers Plymouth Argyle verpflichtete, fragten sich viele Fans: Wer ist das? Der heute 43-Jährige machte sich schnell einen Namen. Seine Einstellung erwies sich als Volltreffer. Muslic verordnete einer zuvor planlos wirkenden Mannschaft einen intensiven, aggressiven Spielstil mit klaren Prinzipien. Von den ersten zehn Zweitliga-Spielen gewann Schalke acht. Zauberfußball bot das Team nicht, aber Kampf, Einsatz und Erfolg ließen Mannschaft und Fans wieder eine Einheit werden. Die defensive Stabilität war ungewohnt solide. In der Rückrunde schreckte Muslic nicht vor einer Systemumstellung zurück: Dank Winter-Neuzugängen spielt Schalke offensiv offener und attraktiver – die Umstellung auf eine Viererkette erwies sich als goldrichtig.

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Edin Dzeko: Der Star-Transfer

Die Verpflichtung des früheren Bundesliga-Torschützenkönigs war die Transfernachricht der Zweitliga-Saison. Dzeko und Schalke – das passte von Beginn an. Trikots mit seinem Namen wurden zum Verkaufsschlager. Auf dem Platz lieferte der 40-Jährige sofort: Bei seinem ersten Joker-Einsatz traf er und rettete ein 2:2 gegen Kaiserslautern. In acht Partien erzielte er sechs Tore und bereitete drei vor. Nach einer Schulterverletzung steht er vor dem Comeback am Samstag. Wie es nach der WM-Teilnahme mit Bosnien-Herzegowina im Sommer weitergeht, ist offen – sein Vertrag läuft aus.

Widerstandsfähigkeit: Die mentale Stärke

Auch in dieser Saison lief nicht alles glatt. „Die letzten zehn Monate waren gefüllt von Widerständen, Widrigkeiten, 1000 Hürden“, sagte Muslic nach dem 3:2-Sieg nach 0:2-Rückstand in Paderborn. Es gab bittere Partien gegen Dresden und Hannover, als Schalke jeweils 2:0 führte und spät den Ausgleich kassierte. Und eine Phase um den Jahreswechsel, in der fünf Spiele in Serie nicht gewonnen wurden – nur drei Punkte. Doch das Team ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und fand zurück in die Spur. Auch Verletzungen von Dzeko und Abwehrchef Nikola Katic wurden kompensiert.

Kenan Karaman: Der Kapitän als Führungsfigur

Der Kapitän spielt eine entscheidende Rolle. Karaman geht als Führungsspieler voran, vertritt die Mannschaft in guten wie in schlechten Zeiten. Mit 13 Saisontoren ist er der erfolgreichste Torschütze der Schalker. Der frühere türkische Nationalspieler kam 2022 nach Gelsenkirchen und hat schwere Zeiten durchgemacht. Umso mehr sieht man ihm an, wie gut ihm der aktuelle Erfolg tut.

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