Schlimmer geht immer – zumindest, was die Torausbeute des FC St. Pauli in der Bundesliga betrifft. Beim 0:2 in Heidenheim gelang den Kiezkickern als erstem Team in dieser Saison kein Treffer gegen den Tabellenletzten. Ausgerechnet im Abstiegsendspurt klingelt es vorne noch seltener.
St. Paulis Sturmflaute wird immer schlimmer
Nur drei Tore in den letzten sieben sieglosen Spielen – kein anderes Bundesliga-Team ist aktuell offensiv so harmlos wie St. Pauli. Dabei sah das zu Saisonbeginn noch ganz anders aus. In den ersten drei Partien erzielte die Mannschaft sieben Treffer, ein Schnitt von 2,3 pro Spiel. Niemand ahnte damals, dass St. Pauli damit bereits über ein Viertel seiner Saisontore erzielt hatte. In den restlichen 28 Partien fielen nur noch 0,67 Tore im Schnitt.
Nach einem Zwischenhoch im Februar mit fünf Toren in vier Spielen (drei Siege, eine Niederlage) hat die Sturmflaute jetzt wieder erschreckende Ausmaße angenommen. Der wichtigste Grund: Die zentralen Stürmer treffen überhaupt nicht mehr. Der letzte Treffer eines Mittelstürmers liegt über drei Monate zurück, als der mittlerweile verletzte Ricky-Jade Jones (23) beim 2:3 in Dortmund traf.
Abstiegskonkurrenten ziehen davon
Während bei den Abstiegskonkurrenten die Stürmer zum Saisonende noch einmal aufdrehen, herrscht bei St. Pauli im Sturm große Flaute. In Heidenheim konnten Martijn Kaars (27) und Abdoulie Ceesay (22) nach ihrer Einwechslung nicht im Ansatz für Torgefahr sorgen. Der im Winter verpflichtete Japaner Taichi Hara (26) bekommt gar keine Chance – nach Aussage von Trainer Alexander Blessin (52) reicht es von den Trainingseindrücken her nicht.
Einziger Hoffnungsträger ist Andréas Hountondji (23), der nach seiner überstandenen Verletzung zumindest immer besser in Fahrt kommt. Nach guten Gelegenheiten gegen Köln (1:1) hatte er auch gegen Heidenheim zwei klare Torchancen. Solche Dinger müssen spätestens gegen Mainz (Sonntag, 15.30 Uhr, DAZN) wieder sitzen, wenn es mit dem Klassenerhalt klappen soll.



