Tesla dreht in Brandenburg wieder auf. Der US-Elektroautobauer baut sein Werk in Grünheide massiv aus und schafft bis Ende Juni 1000 neue Arbeitsplätze. Das Unternehmen gab bekannt, dass die ersten Neueinstellungen bereits im Mai beginnen sollen. Hintergrund ist die wieder deutlich steigende Nachfrage nach dem Erfolgsmodell Model Y. Tesla plant daher, die Wochenproduktion um rund 20 Prozent zu erhöhen.
Gute Nachrichten für Beschäftigte
Auch für viele Mitarbeiter gibt es positive Entwicklungen: Rund 500 Leiharbeiter sollen in feste Anstellungen übernommen werden. Gleichzeitig läuft die Suche nach mehreren hundert neuen Kräften für die Batteriezellfertigung, die im Jahr 2027 anlaufen soll.
Deutschland-Boom für Musk-Autos
Der Stellenaufbau ist kein Zufall – die aktuellen Geschäftszahlen senden klare Signale. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 16 Prozent auf 22,39 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte um 17 Prozent auf 477 Millionen Dollar zu. Noch wichtiger für die Branche: Tesla hat die Schwächephase überwunden. Weltweit lieferte der Konzern 358.023 Fahrzeuge aus – deutlich mehr als im Vorjahr.
Auch in Deutschland läuft es wieder rund: Tesla kletterte im ersten Quartal 2026 bei den Neuzulassungen von Elektroautos auf Platz drei – hinter VW und Skoda. Besonders der März sorgt für Aufsehen: 9252 Neuzulassungen, ein Plus von 315,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
„Echter Gewinn“ für die Region
Ein entscheidender Faktor ist die Gigafactory in Grünheide. Sie ist Teslas einzige europäische Fabrik und wird für den Absatz auf dem Kontinent immer wichtiger. Aktuell arbeiten dort rund 10.700 Menschen (April 2024: 12.500). Nun wächst die Belegschaft wieder.
Auch politisch gibt es Rückenwind. Brandenburgs SPD-Wirtschaftsexperte Marcel Penquitt spricht von einem „echten Gewinn“ für die Region. Seine klare Ansage an Berlin: Energie muss bezahlbar und verlässlich bleiben, damit der Aufschwung nicht ins Stocken gerät.



