Volkswagen startet Elektro-Kleinwagen-Offensive mit Cupra Raval als Vorreiter
Der Volkswagen-Konzern hat den Startschuss für seine umfassende Elektro-Kleinwagen-Offensive gegeben. Mit dem Cupra Raval präsentierte die spanische VW-Tochter nun das erste von insgesamt vier neuen elektrischen Einstiegsmodellen, die noch in diesem Jahr auf den Markt kommen sollen. Die Weltpremiere des sportlichen Elektro-Kleinwagens fand an mehreren Standorten statt, wobei der Marktstart für den Sommer angekündigt wurde.
Vier Modelle, drei Marken, ein Ziel
Die neue Elektro-Kleinwagenfamilie umfasst neben dem Cupra Raval drei weitere Modelle:
- Der VW ID. Polo mit einem Einstiegspreis knapp unter 25.000 Euro
- Der kleine SUV VW ID.Cross
- Der kleine SUV Skoda Epiq
Gemeinsame Entwicklung und Produktion in Spanien
Alle vier Fahrzeuge teilen sich dieselbe Plattform und werden an zwei Standorten in Spanien produziert. Die Entwicklung lief unter Federführung von Cupra und dessen Schwestermarke Seat. Diese enge Zusammenarbeit bringt laut Volkswagen erhebliche Kostenvorteile: Einsparungen von 650 Millionen Euro werden durch das Gemeinschaftsprojekt erwartet.
Cupra-Chef Markus Haupt bezeichnete den Raval bereits im vergangenen September auf der IAA in München als „Gamechanger“, der mehr sei als nur ein Auto. Damals wurden alle vier Modelle noch getarnt der Öffentlichkeit präsentiert.
Technische Details und Verfügbarkeit
Der etwa vier Meter lange Cupra Raval wird zunächst in drei exklusiven Launch-Editions angeboten:
- Große Batterie
- Mindestens 211 PS
- Bis zu 450 Kilometer Reichweite
- Preis ab 37.250 Euro
Produktionsziele und weitere Pläne
Für die vier Modelle zusammen peilt Volkswagen eine jährliche Stückzahl von mehreren Hunderttausend Fahrzeugen an. Dies soll dem E-Auto-Absatz des Konzerns spürbaren Schub geben. Im vergangenen Jahr hatte VW insgesamt 983.100 Elektroautos aller Konzernmarken verkauft, darunter knapp 80.000 Cupras.
Für das kommende Jahr ist bereits ein noch günstigerer Kleinstwagen geplant: Der VW ID.Every1 soll bereits ab rund 20.000 Euro erhältlich sein und wird als Nachfolger des früheren VW Up in Portugal produziert. Für diesen Kleinstwagen sind keine Ableger anderer Konzernmarken vorgesehen.
Mit dieser umfassenden Elektro-Kleinwagen-Offensive positioniert sich der Volkswagen-Konzern deutlich im wettbewerbsintensiven Einstiegssegment und setzt auf Synergien durch gemeinsame Entwicklung und Produktion.



