Der SV Werder Bremen hat beim VfB Stuttgart einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt geholt. Die Partie endete 1:1 (1:0), wobei Bremens Top-Torschütze Jens Stage sein zehntes Saisontor erzielte. Der VfB Stuttgart musste sich nach dem Einzug ins DFB-Pokalfinale mit einem Remis begnügen und verpasste es, sich im Rennen um die Champions-League-Plätze abzusetzen.
Stage bringt Werder früh in Führung
Bereits in der 18. Minute war Stage zur Stelle. Nach einem Doppelpass mit Yukinari Sugawara zog der Däne von der Strafraumkante ab und traf flach ins lange Eck. Es war sein zehnter Saisontreffer, womit er die Marke der Vorsaison wiederholte. Eine solche Leistung gelang zuvor keinem Werder-Mittelfeldspieler in aufeinanderfolgenden Spielzeiten. Werder startete defensiv, hatte aber die erste Chance durch Senne Lynen (7.).
Stuttgart drängt auf den Ausgleich
Der VfB erhöhte nach dem Rückstand den Druck. Bilal El Khannouss scheiterte an einer Glanzparade von Werder-Keeper Mio Backhaus (22.), der einen Kopfball aus kurzer Distanz über die Latte lenkte. Kurz vor der Pause vergab Bremens Winterzugang Jovan Milošević die Chance auf das 2:0 (41.). Stuttgart, das nach dem 120-minütigen Pokalspiel gegen Freiburg auf sechs Positionen rotiert hatte, kam nach der Pause besser ins Spiel.
Demirovic gleicht per Kopf aus
Trainer Sebastian Hoeneß brachte Ermedin Demirovic, der in der 61. Minute per Kopf den Ausgleich erzielte. Stuttgart drängte auf den Sieg, doch Werder hielt dagegen. Stage hatte in der 70. Minute die erneute Führung auf dem Fuß, traf den Ball aber nicht richtig. Am Ende blieb es beim 1:1.
Tabellensituation: Werder atmet auf, Stuttgart zittert
Durch das Remis springt Werder auf Platz zwölf und hat drei Spieltage vor Schluss sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Der Klassenerhalt ist damit nahezu sicher. Der VfB Stuttgart bleibt Vierter, ist aber nun punktgleich mit der TSG Hoffenheim. Die Mannschaft muss weiter um die Champions-League-Qualifikation bangen.
Boniface zurück auf der Bank
Bei Werder saß Victor Boniface erstmals seit seiner Knie-OP wieder auf der Ersatzbank. Der Club hatte im Januar mitgeteilt, dass der Nigerianer in dieser Saison voraussichtlich kein Spiel mehr bestreiten werde. Im Vergleich zum Derbysieg gegen den HSV rückte Niklas Stark für Justin Njinmah in die Startelf.



