Stuttgart – War das schon sein letzter Auftritt im VfB-Trikot? Erstmals seit November stand Dan-Axel Zagadou (26) beim 1:1 gegen Bremen wieder für den VfB auf dem Platz – sogar in der Startelf. Zuletzt warfen Verletzungen Stuttgarts größten Pechvogel immer wieder zurück. Jetzt hatte Zagadou auch gegen Bremen Pech. Defensiv zeigte sich der Abwehr-Hüne ungewohnt wackelig und ließ sich einige Male viel zu einfach austanzen. Das erkannte auch Trainer Sebastian Hoeneß (43) und wechselte den Franzosen nach dem schwachen Comeback zur Halbzeit aus.
Trainer Hoeneß kritisiert Zagadou
Nach Abpfiff sagte Hoeneß: „Das kann er besser. Das weiß er.“ Das überraschende Startelfcomeback erklärte Hoeneß so: „Es war klar, dass es immer ein Risiko mit sich bringt, wenn man lange nicht gespielt hat. Aber irgendwann muss der Moment kommen. Andererseits war es bei uns auch nicht so, dass wir noch so viele personelle Möglichkeiten hatten. Hinten war die Auswahl durch die Ausfälle von Ameen Al Dakhil und Finn Jeltsch nicht so groß.“ Auch Jeff Chabot bekam eine Pause. Zumindest er dürfte gegen Hoffenheim (2. Mai) zurück in die Startelf kehren und im Schlussspurt gesetzt sein. Gut möglich, dass Zagadou die letzten vier Pflichtspiele von der Bank aus verfolgen muss. Dann könnte die Halbzeit gegen Werder schon sein letztes Spiel für den VfB gewesen sein. Schließlich läuft sein Vertrag im Sommer aus.
Hat dieser Zagadou noch VfB-Zukunft?
Trotz des bitteren Comebacks lobten nach dem Spiel alle den Innenverteidiger für seine wichtige Rolle in der Kabine. Ein Aspekt, der auch Zagadous Zukunfts-Frage offen hält. Sein Vertrag läuft im Sommer aus. Aktuell verdient er rund 3,5 Mio. Euro pro Jahr. Ein Gehalt, das nicht zu seiner Spielzeit (224 Minuten diese Saison, 28 Minuten in der Vorsaison) passt. Dennoch überlegt man beim VfB, ob man den Vertrag im Sommer verlängern sollte. Dafür müsste der bei den Mitspielern beliebte Verteidiger allerdings sehr große Abstriche hinnehmen und einen stark leistungsbezogenen Vertrag hinnehmen. Konkrete Verhandlungen gab es nach BILD-Informationen dazu aber noch nicht.



