Bauernregeln zum 1. Mai: Regen verheißt gute Ernte
Bauernregeln zum 1. Mai: Regen verheißt gute Ernte

Der 1. Mai ist nicht nur ein Feiertag, sondern auch ein Tag, an dem alte Bauernregeln das Wetter für die kommenden Monate vorhersagen sollen. Eine bekannte Regel lautet: „Regnet’s am ersten Maientag, viel Früchte man erwarten mag.“ Auch die Walpurgisnacht, die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai, hat eine eigene Bauernregel: „Regen in der Walpurgisnacht hat stets ein gutes Jahr gebracht.“ Diese Regeln spiegeln die Hoffnung der Bauern auf ausreichend Regen im Frühjahr wider, um einen fruchtbaren Boden zu erhalten und im Herbst eine gute Ernte einzufahren. Blieb der Regen aus, drohten kleine Ernten und Hungerzeiten.

Was sagt die Bauernregel, wenn die Sonne scheint?

Auch für sonniges Wetter am 1. Mai gibt es eine Bauernregel: „Wenn es regnet am 1. Mai, regnet es auch weiter glei’.“ Doch bedeutet das umgekehrt, dass bei Sonnenschein am 1. Mai kein Regen mehr kommt? Diplom-Meteorologe Dominik Jung äußert sich dazu gegenüber BILD deutlich: „Schwachsinn. Fachlich null haltbar, null Aussage. Mit dem Wetter an einem einzigen Tag kann man keine Prognose über Wochen abgeben.“ Klimatologe Karsten Brandt pflichtet ihm bei: „Das hat wenig Aussagekraft.“

Wettervorhersage: Regen kommt nächste Woche

Tatsächlich zeichnet sich ab, dass der von den Bauern dringend erwartete Regen in der nächsten Woche eintrifft. „Bis Montag ist Sommer, danach kommt Regen und der lässt die Temperaturen abstürzen“, sagt Dr. Brandt. Konkret bedeutet das: Feuchtwarme Luft strömt aus Südwesten heran, und bereits am Samstagnachmittag können sich vor allem über der Mitte Deutschlands Gewitter entladen. Es bleibt bewölkt. Ab Dienstag sollte man den Regenschirm nicht vergessen, und eine Jacke wird wieder empfohlen.

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Eisheiligen stehen vor der Tür

Dominik Jung erklärt: „Die Temperaturkurve fällt innerhalb weniger Tage von sommerlichen 27 auf rund 14 bis 18 Grad – ein klassischer Übergang Richtung Eisheiligen-Phase.“ Diese erstreckt sich vom 11. bis 15. Mai. In dieser Zeit können noch einmal Spätfröste auftreten. Eine Bauernregel besagt: „Pflanze nie vor der Kalten Sophie.“ Gemeint ist die Eisheilige und Spätfrost-Patronin Sophia von Rom, die 304 n. Chr. den Märtyrertod starb. Ihr wird der 15. Mai zugeordnet. Für Pflanzen bedeutet das: Kälteempfindliche Pflanzen sollten erst nach dem 15. Mai ins Freie gesetzt werden, um sie vor Spätfrost zu schützen. Nach dem 15. Mai ist Frost eher selten.

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