Ölpreis-Explosion nach Trump-Drohungen gegen Iran
Die Spritpreise in Deutschland stehen vor einer neuen Belastungsprobe. Nach der aggressiven Rede von US-Präsident Donald Trump (79) ist der Ölpreis am Donnerstagmorgen dramatisch angestiegen. Der Präsident kündigte weitere harte Angriffe gegen den Iran in den kommenden Wochen an und stellte sogar Schläge gegen wichtige Infrastruktur in Aussicht.
Märkte reagieren mit Panikkäufen
Die Drohungen des amerikanischen Präsidenten haben unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Ölmärkte. Die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten – einer der wichtigsten Regionen für die weltweite Ölversorgung – ließ den Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent um rund 7 Prozent auf etwa 107 Dollar (92 Euro) steigen. Besonders kritisch bewerten Experten die Lage rund um die Straße von Hormus, über die ein großer Teil des globalen Öltransports abgewickelt wird.
Erster Tag der neuen Sprit-Regel zeigt Wirkung
Bereits am Mittwoch, dem ersten Tag der neuen Spritpreis-Regelung, zeigte sich ein beunruhigendes Bild. Trotz stabiler Ölpreise schnellten die Preise an deutschen Tankstellen zur Mittagszeit deutlich nach oben. Laut ADAC verteuerte sich Super E10 um 7,6 Cent auf 2,175 Euro, Diesel um 7,5 Cent auf 2,376 Euro. Die neue Regelung erlaubt Preiserhöhungen nur noch einmal täglich – genau um 12 Uhr.
Heute droht echter Preisschock
Während der Preissprung am Mittwoch noch ohne direkten Ölpreis-Impuls erfolgte, hat sich die Lage am Donnerstag grundlegend verändert. Der gestiegene Ölpreis erhöht den Druck auf die Mineralölkonzerne massiv. Da Öl der wichtigste Kostenfaktor für Benzin und Diesel ist, müssen die gestiegenen Einkaufskosten weitergegeben werden. Auffällig ist dabei ein bekanntes Phänomen: Steigende Ölpreise kommen zügig an der Zapfsäule an, sinkende deutlich langsamer.
Am Donnerstagmorgen um 9 Uhr lagen die Preise bereits auf hohem Niveau: Diesel bei rund 2,31 Euro, Super E10 bei 2,11 Euro und Super bei 2,17 Euro – damit nur etwa fünf Cent unter dem Höchststand vom Mittwochmittag. Nach dem leichten Rückgang am Mittwochnachmittag (17 Uhr: Diesel 2,32 Euro, Super E10 2,12 Euro, Super 2,18 Euro) und einer stabilen Nachtphase steht nun die entscheidende Frage im Raum: Wird es um 12 Uhr zu einem weiteren deutlichen Preisanstieg kommen?
Experten erwarten deutliche Verteuerung
Die Kombination aus gestiegenem Ölpreis und der festgelegten Mittags-Anpassung spricht aus Sicht von Marktbeobachtern für einen erneuten Preissprung. Die Mineralölkonzerne stehen unter erheblichem Kostendruck und haben durch die tägliche Anpassungsmöglichkeit um 12 Uhr einen klaren Zeitpunkt für die Weitergabe der gestiegenen Beschaffungskosten. Verbraucher sollten sich daher auf weiter steigende Spritpreise einstellen, insbesondere da die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten keine kurzfristige Entspannung erwarten lassen.



