Woidke fordert Sonderkonferenz zu Energiepreisen - Industriestrompreis allein reicht nicht
Woidke will Sonderkonferenz zu Energiepreisen

Woidke drängt auf Sonderkonferenz: Industriestrompreis allein reicht nicht aus

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) fordert eine Sonder-Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) zur dringenden Klärung der Energiepreisfrage. Zwar begrüßt er den von der EU-Kommission genehmigten vergünstigten Industriestrompreis als wichtigen Entlastungsbaustein für die deutsche Industrie, betont jedoch, dass dieser allein bei weitem nicht ausreichend sei.

Industriestrompreis bringt Brandenburgs Unternehmen Erleichterung

Die EU-Kommission hat die von der Bundesregierung geplante Unterstützung der deutschen Industrie mit einem vergünstigten Strompreis im Umfang von 3,8 Milliarden Euro genehmigt. Woidke zeigte sich erfreut über diese Entscheidung und verwies darauf, dass insbesondere Brandenburger Unternehmen in den Bereichen Stahl, Zement und Chemie davon profitieren werden. „Der vergünstigte Industriestrompreis ist ein wichtiger Baustein, um unsere Industrie zu entlasten“, erklärte der SPD-Landeschef in Potsdam.

Forderung nach Spitzentreffen aller Regierungschefs

Gleichzeitig mahnte Woidke an, dass grundlegende Fragen der Energiesicherheit, der Energiepreise und der Strukturen dringend auf höchster Ebene geklärt werden müssten. „Wir brauchen einen fairen und gerechten Strompreis für alle“, betonte er und kündigte an, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) um die Einberufung einer Besprechung aller Regierungschefinnen und -chefs gebeten zu haben. Diese Forderung schließt sich einem ähnlichen Vorstoß von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) an, die angesichts hoher Kraftstoffpreise ebenfalls eine Sonderkonferenz verlangt hatte.

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Kritik an bisherigen Entlastungsmaßnahmen

Die von der Bundesregierung bislang geplanten Entlastungsmaßnahmen stoßen in Teilen auf Kritik. Woidke begrüßte zwar die geplante Senkung der Spritsteuer als überfälligen Schritt zur Entlastung der Autofahrer, pochte jedoch darauf, dass auch die Mineralölkonzerne in die Pflicht genommen werden müssten. Der brandenburgische Regierungschef betonte die Dringlichkeit einer umfassenden Lösung, die über einzelne Maßnahmen hinausgeht und die strukturellen Herausforderungen im Energiebereich angeht.

Die Diskussion um weitere Entlastungen gewinnt vor dem Hintergrund an Fahrt, dass sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene der Handlungsbedarf erkannt wird. Ob und wann die geforderte Sonder-Ministerpräsidentenkonferenz tatsächlich stattfinden wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass die Energiepreisfrage weiterhin eines der bestimmenden politischen Themen bleiben wird.

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