Nach vereiteltem Anschlag in Paris: Citibank schickt Mitarbeiter in Frankfurt und Paris ins Homeoffice
Citibank schickt Mitarbeiter nach Pariser Anschlag ins Homeoffice

Nach vereiteltem Anschlag in Paris: Banken verschärfen Sicherheitsmaßnahmen

Ein vereitelter Bombenanschlag auf die Pariser Büros der Bank of America hat US-Finanzhäuser und französische Behörden in Alarmbereitschaft versetzt. Als Reaktion darauf haben Institutionen wie die Citibank ihre Sicherheitsvorkehrungen deutlich erhöht und Mitarbeiter in Frankfurt und Paris ins Homeoffice beordert.

Vorsichtsmaßnahmen der Finanzinstitute

Die Citigroup hat ihre Belegschaft in Paris und Frankfurt angewiesen, von zu Hause aus zu arbeiten. Laut einer offiziellen Mitteilung des Instituts handelt es sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme, um die Sicherheit der Angestellten zu gewährleisten. Auch Goldman Sachs soll seinen Mitarbeitern in Paris für Donnerstag die Möglichkeit zur Heimarbeit eingeräumt haben, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine informierte Quelle berichtet.

Die Pariser Polizei spricht von einer erhöhten terroristischen Bedrohung und kündigte einen verstärkten Schutz für religiöse und kulturelle Stätten, diplomatische Vertretungen sowie ausgewählte Wirtschaftsstandorte an. Diese Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse, die das Sicherheitsgefühl in Frankreich erschüttern.

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Hintergründe des vereitelten Anschlags

Am Samstag vereitelten die französischen Behörden nach eigenen Angaben einen Anschlag mit einem selbst gebauten Sprengsatz auf die Bank of America in Paris. Am Mittwoch wurden ein junger Mann und drei Jugendliche festgenommen, die hinter dem Vorfall stehen sollen. Die Staatsanwaltschaft in Paris sieht Hinweise auf eine Verbindung zur proiranischen Hayi-Gruppe, die in der Vergangenheit bereits Angriffe gegen jüdische Gemeinschaften in Belgien, Großbritannien und den Niederlanden für sich reklamiert hat. Allerdings ist diese Verbindung noch nicht formell nachgewiesen.

Gegen die drei Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren sowie den Erwachsenen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Alle vier bestreiten eine terroristische Absicht. Den Ermittlern zufolge rekrutierte der Mann die Jugendlichen und bezahlte sie mit 500 bis 1000 Euro, um einen Sprengsatz bei der Bank of America zu deponieren, zu zünden und die Tat zu filmen.

Details zum Sprengsatz und politische Reaktionen

Der verwendete Sprengsatz bestand laut Ermittlern aus einem Fünf-Liter-Benzinkanister und einer pyrotechnischen Ladung. Er hätte einen mächtigen Feuerball von mehreren Metern Durchmesser erzeugen können und gilt als der stärkste seiner Art, der je in Frankreich identifiziert wurde. Der französische Präsident Emmanuel Macron würdigte die Behörden für die Vereitelung des Plans und betonte die Wachsamkeit in solchen Angelegenheiten während einer Reise in Südkorea.

Die Behörden befürchten, dass der Konflikt mit Iran Täter zu weiteren Anschlägen in Frankreich motivieren könnte. Das Land hatte nach den islamistischen Anschlägen im Jahr 2015, bei denen 147 Menschen starben, seine Sicherheitsgesetze verschärft und bleibt in einer Phase erhöhter Sensibilität. Diese Vorfälle unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen im Kampf gegen den Terrorismus und die Notwendigkeit strenger Sicherheitsprotokolle in sensiblen Wirtschaftsbereichen.

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