Historischer Meilenstein: Dieselpreis durchbricht erstmals 2,50-Euro-Grenze
Der ADAC hat einen historischen Meilenstein in der deutschen Kraftstoffpreisentwicklung verzeichnet: Erstmals seit Beginn der flächendeckenden Erfassung hat der bundesweite Durchschnittspreis für Diesel die psychologisch wichtige Marke von 2,50 Euro pro Liter überschritten. Die Automobilorganisation ermittelte für 12.15 Uhr am 7. April 2026 einen Preis von exakt 2,502 Euro pro Liter.
Mittäglicher Preissprung fällt deutlich aus
Der Preissprung fiel dabei besonders deutlich aus: Innerhalb von nur einer halben Stunde verteuerte sich der Dieselkraftstoff um satte 9 Cent. Auch Superbenzin der gängigen Sorte E10 wurde deutlich teurer und stieg um 7,6 Cent auf 2,235 Euro pro Liter. Damit lagen sowohl die absoluten Preise als auch die täglichen Steigerungsraten über den Werten des Vortages.
Die Entwicklung zeigt eine alarmierende Dynamik: Bereits am Montag hatte Diesel mit einem Tagesdurchschnitt von 2,443 Euro das sechste Allzeithoch in Folge erreicht. Superbenzin E10 näherte sich mit 2,192 Euro ebenfalls einem historischen Höchststand und fehlte nur noch 1,1 Cent zum Rekord aus dem März 2022.
Langfristige Preisentwicklung verdeutlicht dramatische Steigerung
Die langfristige Betrachtung offenbart die ganze Dramatik der Preisentwicklung:
- Seit Einführung der 12-Uhr-Regel am 1. April hat sich E10 um 8,5 Cent pro Liter verteuert
- Diesel stieg im gleichen Zeitraum um 12,7 Cent pro Liter
- Im Vergleich zum letzten Tag vor Kriegsausbruch beträgt die Steigerung bei E10 über 41 Cent
- Diesel verteuerte sich im selben Zeitraum um fast 70 Cent pro Liter
Die täglichen Durchschnittspreisanstiege vom Montag fielen mit 0,1 Cent bei E10 und 0,3 Cent bei Diesel zwar vergleichsweise moderat aus. Doch der deutlich stärkere Mittagssprung am Dienstag lässt befürchten, dass die Preisdynamik wieder an Fahrt gewinnt. In der vergangenen Woche hatten die Kraftstoffpreise teilweise um mehrere Cent pro Tag zugelegt.
Die Frage, ob sich dieser Trend fortsetzt oder ob eine Stabilisierung eintritt, bleibt vorerst offen. Die aktuellen Entwicklungen zeigen jedoch deutlich, dass die Spritpreise weiterhin auf Rekordkurs sind und Verbraucher mit weiter steigenden Kosten rechnen müssen.



