Spritpreise verharren auf hohem Niveau trotz internationaler Entspannung
Viele Autofahrer hofften nach den jüngsten Entwicklungen im Irankrieg auf eine schnelle Entlastung an der Tankstelle. Doch die Erwartung, dass mit der Feuerpause auch die Kraftstoffpreise deutlich sinken würden, hat sich als voreilig erwiesen. Die Preise für Diesel und Benzin zeigten am Mittag erneut steigende Tendenz, obwohl die Rohölkurse an den internationalen Märkten zuvor eingebrochen waren.
Zwar erhöhten die Tankstellenbetreiber ihre Preise weniger stark als in den Vortagen, doch von einer nachhaltigen Entspannung kann keine Rede sein. Experten rechnen damit, dass die Preise bis Donnerstagvormittag schrittweise sinken könnten – möglicherweise sogar leicht unter das Niveau der Vortage. Dennoch bleiben sie weit von ihrem Vorkriegsniveau entfernt.
Kartellrecht als möglicher Preisdämpfer
Wie lange die hohen Spritpreise anhalten werden, hängt maßgeblich von der Wirksamkeit des kürzlich verschärften Kartellrechts ab. In früheren Krisen zeigte sich ein bekanntes Muster: Bei steigenden Rohölkosten schnellten die Benzinpreise wie Raketen nach oben, während sie bei fallenden Ölpreisen nur langsam wie Federn sanken.
Seit Kurzem müssen die Mineralölkonzerne nun proaktiv nachweisen, dass ihre Margen gerechtfertigt sind. Fachleute vermuten jedoch, dass die Unternehmen die Behörden mit Datenmengen überfluten könnten, was eine rechtssichere Verurteilung wegen unzulässiger Margen praktisch unmöglich macht.
Wolfgang Kubicki als möglicher Retter der FDP
In der FDP wird der 74-jährige Wolfgang Kubicki zunehmend als möglicher Retter der dahinsiechenden Partei gehandelt. Der gebürtige Norddeutsche mit seinem markanten Dialekt und seiner klaren Kante in Talkshows könnte nach Ansicht einiger Parteimitglieder die FDP neu beleben.
„Dass der 74-Jährige jetzt von vielen als Retter gesehen wird, zeigt, wie schlecht es der Partei geht“, analysiert ein Beobachter der politischen Szene. Kubicki, der in jüngster Zeit durch populistische Anflüge aufgefallen ist, würde die FDP nach rechts schieben und hätte das Potenzial, Wähler zurückzugewinnen, die aus Frust über die Ampelkoalition oder den Regierungskurs der Union zur AfD gewechselt sind.
Prominente Unterstützung für Kubicki
Unterstützung erhält Kubicki aus prominenten Reihen. Wie er dem Tagesspiegel erzählte, habe Christian Lindner ihn am Donnerstag vor Ostern angerufen und zur Kandidatur gedrängt. Lindner, der die FDP zuletzt zielstrebig in den Abgrund steuerte, scheint nun auf den erfahrenen Parteisenior zu setzen.
Ob Kubicki tatsächlich langfristigen Erfolg haben kann, bleibt fraglich. Kurzfristig rechnen ihm Beobachter durchaus Chancen ein, doch ob seine Strategie nachhaltig wirkt, muss sich erst zeigen.
Indien plant tierischen Grenzschutz zu Bangladesch
In einer ungewöhnlichen Maßnahme zur Grenzsicherung plant Indien den Einsatz von Reptilien an der 4000 Kilometer langen Grenze zu Bangladesch. Grenzschutzoffiziere bestätigten Medienberichten zufolge, dass der Einsatz von Schlangen und Krokodilen an nicht bewachten Grenzflussabschnitten geprüft werde.
„Wir wurden gebeten, den Einsatz von Reptilien wie etwa Schlangen und Krokodilen an nicht bewachten Grenzflussabschnitten zu prüfen“, sagte Grenzschutzoffizier Manoj Barwal der Nachrichtenagentur AFP. Barwal sprach dabei von einer „innovativen Idee“ zur Abschreckung von Migranten aus dem Nachbarland.
Fragen zur Praktikabilität
Die ungewöhnliche Maßnahme wirft praktische Fragen auf. Ob die Tiere im Ernstfall zwischen Freund und Feind unterscheiden können, bleibt unklar. Die indische Regierung sucht angesichts der langen Grenze zu Bangladesch nach neuen Wegen, um illegale Migration einzudämmen.
Die Idee erinnert an Animationsfilme, in denen Tiere menschliche Berufe ausüben – doch handelt es sich hier um ernsthafte Überlegungen der Grenzschutzbehörden, wie diese betonen.
Weitere wichtige Entwicklungen
- Russische Anti-Kriegs-Aktivisten verurteilt: Sechs junge Menschen der demokratischen Jugendbewegung „Wesna“ erhielten in Sankt Petersburg wegen „Extremismus“ bis zu zwölf Jahre Haft.
- Pistorius verspricht Klarheit bei Bundeswehr-Regelung: Der Verteidigungsminister meldete sich zu einer umstrittenen Sabbatical-Verordnung bei der Bundeswehr zu Wort.
- Griechenland plant Social-Media-Verbot für Jugendliche: Ab 2027 sollen Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren in Griechenland nicht mehr auf soziale Medien zugreifen dürfen.
Sport: Debatte um Manuel Neuer
Nach der überragenden Leistung von Manuel Neuer bei Real Madrid wird immer vehementer gefordert, der 40-Jährige müsse bei der anstehenden WM ins deutsche Tor. Die Diskussion spaltet die Fachwelt, während Neuer in seinem 136. Spiel in der Champions League einmal mehr seine Klasse unter Beweis stellte.
Kulinarisches zum Tagesausklang
Für alle, die noch Reste des Osterfests verwerten möchten, gibt es kreative Rezeptideen. Von klassischen Eiergerichten wie Eiern in Senfsoße bis zu exotischen Varianten wie Udon-Nudelsalat mit Eiern, Miso-Vinaigrette und gehackten Erdnüssen reicht die Palette. Sogar ein „Die-Ostereier-müssen-weg“-Salat findet sich unter den Vorschlägen für die kulinarische Resteverwertung.



