Deutschland-Card stellt Betrieb ein: Edeka-Ausstieg besiegelt das Ende des Bonusprogramms
Deutschland-Card verschwindet: Edeka-Ausstieg führt zur Einstellung

Das Aus für die Deutschland-Card: Edeka-Ausstieg führt zur Geschäftsaufgabe

Die Deutschland-Card verschwindet endgültig vom Markt. Das Bonusprogramm wird seinen Betrieb bis spätestens Ende November 2026 komplett einstellen. Diese Entscheidung wurde nach dem Verlust von Edeka als wichtigstem Partner getroffen, der eine erfolgreiche Neuausrichtung des Unternehmens verhinderte.

Mitarbeiter betroffen und wirtschaftliche Gründe

Von der Geschäftsaufgabe sind 90 Mitarbeiter am Münchener Standort betroffen. Das Management informierte die Belegschaft bereits auf einer Mitarbeiterversammlung. Für die betroffenen Angestellten sollen nun sozialverträgliche Lösungen gefunden werden. Das Unternehmen arbeitet seit geraumer Zeit mit Verlusten und sieht keine Aussicht auf Besserung der wirtschaftlichen Situation.

Der entscheidende Verlust: Edeka wechselt zu Payback

Bis Anfang 2025 konnten Kunden bei teilnehmenden Partnern Punkte sammeln und gegen Prämien eintauschen. Doch dann verlor die Deutschland-Card ihren mit Abstand größten Partner: den Edeka-Verbund. Bereits im August 2023 hatte Edeka angekündigt, die Zusammenarbeit Ende Februar 2025 zu beenden. Stattdessen stieg der Handelsriese ab März 2025 bei Payback ein.

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Dieser Wechsel erfolgte in einer Zeit, in der der Handels-Konkurrent Rewe nach seinem eigenen Ausstieg bei Payback Ende 2024 ein eigenes Bonusprogramm mit dem Namen Rewe Bonus aufgelegt hatte. Der Markt für Bonusprogramme im deutschen Einzelhandel befand sich somit in einem grundlegenden Umbruch.

Gescheiterte Neuausrichtung trotz Investitionen

Nach dem Edeka-Aus unternahm die Deutschland-Card umfangreiche Anstrengungen, sich neu zu positionieren. Das Unternehmen investierte erheblich in den Versuch, die Plattform zu einer Werbeplattform für Unternehmen und einem digitalen Einkaufsbegleiter für Verbraucher umzugestalten. Trotz dieser Bemühungen scheiterte die Strategie vollständig.

Management äußert sich zur Entscheidung

Dirk Kemmerer, Geschäftsführer von Bertelsmann Marketing Services, bezeichnete die Entscheidung als "äußerst schmerzhaft, aber unumgänglich". Er betonte, dass das Scheitern nichts mit der Leistung der Mitarbeitenden zu tun habe. Vielmehr seien schwierige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und eine schwache Nachfrage sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich für das Ende verantwortlich.

Bestehende Leistungen für Kunden, Partner und Nutzer sollen im Rahmen einer geordneten Übergangsphase bis zur endgültigen Einstellung fortgeführt werden. Das Magazin "Lebensmittelpraxis" hatte bereits über das bevorstehende Aus des Bonusprogramms berichtet.

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