Baugenehmigungen steigen kräftig: Trendwende am Wohnungsmarkt in Sicht
Baugenehmigungen steigen: Hoffnung für Wohnungsmarkt

Baugenehmigungen verzeichnen deutlichen Aufschwung: Erste Anzeichen für eine Trendwende am Wohnungsmarkt

In der Bauwirtschaft deutet sich eine erfreuliche Wende an: Nach drei Jahren mit rückläufigen Zahlen ist die Anzahl der Baugenehmigungen im Jahr 2025 erstmals seit 2021 wieder angestiegen. Das Statistische Bundesamt verzeichnete insgesamt 238.500 genehmigte Wohnungseinheiten, was einem bemerkenswerten Plus von 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser Anstieg folgt auf den niedrigsten Stand seit 2010 und lässt Hoffnung für den seit Jahren kriselnden Wohnungsbau aufkeimen.

Positive Signale aus der Politik und Branche

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) bewertet diese Entwicklung als klaren Beleg dafür, dass die Trendwende im Wohnungsbau begonnen hat. „Insbesondere das zweite Halbjahr mit einem Plus von 17,8 Prozent unterstreicht, dass sich im Wohnungsbau vieles in die richtige Richtung bewegt“, so die Ministerin. Sie betont, dass sich die Stimmung in der Branche verbessert habe und auch die Investitionen zunehmen. Diese positiven Impulse sind ein wichtiger Schritt, um die langjährige Krise im Baugewerbe zu überwinden.

Herausforderungen bei der Umsetzung und zukünftige Prognosen

Trotz des Anstiegs bei den Genehmigungen bleibt die Umsetzung der Bauvorhaben eine Herausforderung. Nach Schätzungen der Immobilienbranche werden im laufenden Jahr voraussichtlich nur 215.000 Wohnungen fertiggestellt, was etwa 20.000 weniger als im Vorjahr und deutlich unter dem Bedarf liegt. Im Jahr 2024 waren mit 251.900 fertiggestellten Wohnungen so wenige wie seit 2015 nicht mehr realisiert worden. Die amtierende Bundesregierung setzt auf einen „Bau-Turbo“, um durch schnellere Genehmigungsverfahren den schleppenden Wohnungsbau zu beschleunigen. Fachleute begrüßen diesen Impuls, doch die meisten Hochbau-Unternehmen rechnen erst für die Jahre 2027 und 2028 mit spürbaren Effekten.

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Detaillierte Zahlen zu den genehmigten Wohnungstypen

Den vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamts zufolge wurden im vergangenen Jahr in neu zu errichtenden Wohngebäuden 194.200 Wohnungen genehmigt, ein Plus von 13,2 Prozent gegenüber 2024. Die Entwicklung variiert dabei je nach Gebäudeart:

  • Bei Einfamilienhäusern stieg die Zahl der Genehmigungen um 17,2 Prozent auf 44.500.
  • Die Genehmigungen für Zweifamilienhäuser blieben mit 12.600 nahezu unverändert.
  • In neuen Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Kategorie, wurden 128.100 Wohnungen genehmigt, ein Anstieg von 12,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt zeigt der Aufwärtstrend bei den Baugenehmigungen, dass erste Schritte in Richtung einer Entspannung am Wohnungsmarkt unternommen werden. Allerdings wird es noch Zeit benötigen, bis diese positive Entwicklung in einer erhöhten Fertigstellungsrate und einer nachhaltigen Lösung der Wohnungskrise mündet.

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