KEF-Bericht enthüllt massive Ineffizienzen bei öffentlich-rechtlichen Immobilien
Die unabhängige Finanzkommission KEF hat in einem aktuellen Bericht scharfe Kritik an der Immobiliennutzung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geübt. Insbesondere das Funkhaus Halle des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) steht im Fokus der Untersuchung, die am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Leerstand und verstaubte Technik im MDR-Funkhaus
Seit dem Auszug zweier Hörfunksender aus dem halleschen Standort herrscht dort deutlich weniger Betrieb. Die Kommission stellt fest, dass die vorhandenen Flächen nicht ausgelastet sind und wertvolle Technik ungenutzt verstaubt. „Die Technik steht sich kaputt“, heißt es in dem Bericht, der auf eine systematische Überprüfung der Liegenschaften abzielt.
Die KEF bemängelt, dass die Struktur und die Wahl der Standorte bei sogenannten Zentralstandorten häufig nicht nachvollziehbar seien. Dies führe zu einer ineffizienten Nutzung von Ressourcen, die bundesweit Millionenbeträge verschlingen könnte.
Bundesweites Einsparpotenzial in Millionenhöhe
Der Bericht legt nahe, dass die öffentlich-rechtlichen Sender durch eine Reduzierung ihrer Liegenschaften und eine effizientere Flächennutzung erhebliche finanzielle Mittel einsparen könnten. Die Kommission fordert eine umfassende Überprüfung aller Standorte, um Leerstände zu vermeiden und die technische Ausstattung optimal auszulasten.
Die Kritik am MDR-Funkhaus Halle dient dabei als exemplarisches Beispiel für eine problematische Entwicklung, die nicht nur in Mitteldeutschland, sondern in ganz Deutschland zu beobachten ist. Die KEF betont die Dringlichkeit von Reformen, um die Zukunftsfähigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu sichern.



