Die Hannover Messe, die weltweit größte Industrieschau, ist mit einem deutlichen Besucherrückgang zu Ende gegangen. An den fünf Messetagen kamen rund 110.000 Besucher auf das Gelände, wie die Deutsche Messe AG am letzten Ausstellungstag mitteilte. Das waren 13.000 weniger als im Vorjahr.
Verkürzung auf vier Tage ab 2027
Als Konsequenz aus dem schwächeren Interesse wird die Messe ab dem kommenden Jahr von bisher fünf auf vier Tage verkürzt. Die nächste Hannover Messe findet vom 5. bis 8. April 2027 statt und endet bereits am Donnerstag. Partnerland wird dann Spanien sein.
Warnstreiks erschweren Anreise
Den Besucherrückgang in diesem Jahr begründete die Messe teilweise mit Warnstreiks im Flug- und öffentlichen Nahverkehr, die die Anreise deutlich erschwert hätten. In Hannover waren an den ersten beiden Messetagen Busse und Stadtbahnen bestreikt worden. Rund 40 Prozent der Gäste reisten aus dem Ausland an, wobei China, Brasilien, die USA, Japan und Südkorea zu den wichtigsten Herkunftsländern zählten.
Im vergangenen Jahr hatte die Messe für 2025 noch 127.000 Besucher gemeldet. Diese damals nur geschätzte Zahl habe sich als zu hoch erwiesen, hieß es. Sie wurde auf 123.000 nach unten korrigiert.
Weniger Aussteller als 2025
Rund 3.000 Aussteller aus den Bereichen Maschinenbau, Elektro- und Digitalindustrie sowie der Energiewirtschaft zeigten seit Montag ihre Neuheiten. Auch das waren weniger als im Vorjahr: 2025 waren es noch 4.000 gewesen. Hauptthemen waren der Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Produktion, Automatisierung und Robotik. Erstmals war der Bereich Rüstung mit einem eigenen Themenschwerpunkt vertreten.
„Die Hannover Messe war in diesem Jahr Technologieschau und Impulsgeber zugleich“, sagte Messe-Chef Jochen Köckler. „Die Unternehmen haben gezeigt, dass Deutschland und Europa über die notwendigen Werkzeuge verfügen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“



