Der Dax-Konzern Siemens hat in einem von Unsicherheit und Belastungen geprägten globalen Umfeld solide Geschäftszahlen vorgelegt. Im zweiten Geschäftsquartal von Januar bis März sank der Gewinn zwar um 8 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Dennoch können viele andere deutsche Unternehmen von einem solchen Ergebnis nur träumen. Im Vorjahr hatte Siemens noch von einem Sondereffekt profitiert.
Umsatz stabil, Auftragseingang gestiegen
Der Umsatz blieb trotz eines Verkaufs nahezu stabil bei 19,8 Milliarden Euro. Der Auftragseingang legte hingegen um 11 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro zu. Negative Währungseffekte belasteten die Zahlen: Beim Auftragseingang machten sie 7 Prozentpunkte aus, beim Umsatz 6 Prozentpunkte. Wie stark sie das Ergebnis beeinflussten, bezifferte Siemens nicht.
Digital Industries erholt sich spürbar
Besonders erfreulich entwickelte sich die Sparte Digital Industries (DI), die sich im zweiten Quartal weiter erholte. DI war lange Zeit die profitabelste Sparte des Konzerns, hatte aber zuletzt unter anderem unter zu hohen Lagerbeständen bei Kunden gelitten und den Abbau mehrerer tausend Stellen im Automatisierungsgeschäft angekündigt. Nun steigt das Ergebnis von 634 Millionen auf 857 Millionen Euro.
Den größten Ergebnisbeitrag lieferte erneut Smart Infrastructure. Allerdings sank das Ergebnis dort um 20 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Hier hatte der Vorjahreswert jedoch einen positiven Sondereffekt von über 300 Millionen Euro enthalten.
Prognose bestätigt, Aktienrückkauf angekündigt
„Wir haben ein erfolgreiches zweites Quartal abgeliefert, trotz des weiterhin sehr anspruchsvollen geopolitischen Umfelds“, sagte Siemens-Chef Roland Busch. Erst vor kurzem hatte Siemens seine Jahresprognose angehoben, die nun bestätigt wurde. Zudem kündigte Finanzvorständin Veronika Bienert ein neues Aktienrückkaufprogramm an: In den kommenden fünf Jahren will Siemens bis zu 6 Milliarden Euro dafür aufwenden.



