18 neue Agrarbetriebswirte in Güstrow: Eine Frau übernimmt Familienbetrieb
18 Agrarbetriebswirte starten durch in Güstrow

18 neue Agrarprofis starten durch: Eine Frau übernimmt Familienbetrieb

Für 18 Männer und Frauen war der 12. Mai ein besonderer Tag. Sie erhielten ihre Zeugnisse für die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung als staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt. Drei Wintersemester lang haben sie an der Fachschule für Agrarwirtschaft Güstrow-Bockhorst gelernt, vieles erlebt und schließlich in den Prüfungen ihr Wissen unter Beweis gestellt. Für Enke Carstensen aus Heiligenhagen bei Satow ist die berufliche Zukunft bereits klar: „Ich werde den Familienbetrieb, einen Landwirtschaftsbetrieb, zusammen mit meinem Vater leiten“, sagt die 27-Jährige.

Enke Carstensen mit einer Doppelbelastung

Sie freute sich über die feierliche Zeugnisausgabe. Eigentlich habe sie im sozialen Bereich arbeiten wollen, aber da niemand sonst den Betrieb übernehmen wollte, ergriff sie die Initiative. „Heute macht es mir viel Freude“, lässt sie wissen. Ihr Vater Dirk Carstensen ist stolz auf seine Tochter. „Ich kann es kaum fassen, dass die drei Jahre schon um sind“, sagte er. Enke Carstensen habe insbesondere im Frühjahr eine Doppelbelastung gehabt, denn im Betrieb sei die Arbeit bereits angelaufen, während sie gleichzeitig Unterricht hatte.

Auch für Tobias Kracht ist klar, was er tun wird. Er übernimmt die Assistenz der Betriebsführung. „Das war mein Ziel, darauf habe ich hingearbeitet“, sagt der 26-Jährige, der von der Insel Usedom stammt. Er erreichte den besten Durchschnitt in der Ausbildung. Von 21 jungen Leuten, die die Ausbildung begonnen hatten, legten 18 ihre Prüfungen ab. Sie erzielten einen Gesamtdurchschnitt von 2,42.

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Schulleiterin Andrea Wurz lobt die Ausbildung

Für Schulleiterin Andrea Wurz ist dies ein gutes Ergebnis. „Ganz bewusst haben wir die Schüler in der Breite ausgebildet“, sagt sie. Denn eine Führungskraft sollte in allen Bereichen fachlich mitreden können. Andrea Wurz nutzte die Gelegenheit, allen Lehrern und Fachkräften zu danken, die an der Ausbildung mitgewirkt haben. Ein Dank ging auch an Detlef Nickel als Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Güstrow für die „langjährige gute Zusammenarbeit“.

Lena Harks, Vorstandsvorsitzende des Landjugendverbandes Mecklenburg-Vorpommern, betonte in ihrem Grußwort den Einsatz, der hinter jedem der Zeugnisse steckt. Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und Lernbereitschaft seien notwendig gewesen. „Sie haben gezeigt, dass Sie Verantwortung übernehmen können: Für sich selbst, für ihre Betriebe und für die Zukunft unserer Landwirtschaft“, betonte sie.

Ein Höhepunkt in der Ausbildung war die Verteidigung ihrer Projektarbeiten vor den Betrieben, den Schülern und Lehrern. Aber es gab auch einen Berufswettbewerb, bei dem es drei Schüler zum Bundesentscheid geschafft haben. Insgesamt besuchen derzeit 150 Schüler die Fachschule für Agrarwirtschaft Güstrow-Bockhorst, die von 15 Fachschullehrern unterrichtet wird. Viel werde in die Digitalisierung investiert, und die Lehrpläne werden immer wieder angepasst. „Es hat sich aber auch bewährt, an Bewährtem festzuhalten“, so Andrea Wurz.

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