Tischtennis-Start-up verklagt DTTB: Kampf um freie Spieldaten vor Gericht
Start-up verklagt Tischtennis-Bund um Spieldaten-Zugang

Tischtennis-Start-up verklagt DTTB: Kampf um freie Spieldaten vor Gericht

Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) sieht sich mit einer Klage konfrontiert, die den Zugang zu Spieldaten betrifft. Die Janova GmbH aus Jena hat beim Landgericht Berlin II Klage eingereicht, um unter anderem Zugriff auf Ansetzungen, Aufstellungen, Spielergebnisse und Tabellenstände zu erlangen. Das Start-up möchte gerichtlich klären lassen, ob der DTTB den Zugang zu diesen Daten zu angemessenen Konditionen gewähren muss.

DTTB reagiert zurückhaltend auf Klageschrift

Der DTTB hat auf die Klageschrift mit einer zurückhaltenden Stellungnahme reagiert. „Wir werden die Angelegenheit sorgfältig prüfen und unsere Position im Rahmen des gerichtlichen Verfahrens darlegen“, teilte der Verband mit. Der DTTB betonte, dass er für klare, verlässliche und transparente Rahmenbedingungen stehe, doch die genauen Gründe für die Zurückhaltung wurden nicht näher erläutert.

Start-up setzt auf digitale Innovationen

Die Janova GmbH arbeitet derzeit an digitalen Zählgeräten, die es ermöglichen, Spieldaten in Echtzeit ins Internet zu übertragen. Mitgründer Simon Stützer erklärte gegenüber dem MDR: „Im Tischtennis sind wir noch sehr altmodisch mit Papier und Zettelwirtschaft unterwegs.“ Das Start-up sieht in der Digitalisierung ein großes Potenzial, um den Sport effizienter und zugänglicher zu gestalten.

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Urteil könnte weitreichende Folgen haben

Beobachter erwarten, dass das Urteil in diesem Fall nicht nur den Tischtennissport betreffen könnte. Sollte das Gericht zugunsten des Start-ups entscheiden, könnte dies einen Präzedenzfall für andere Sportarten schaffen, bei denen Verbände ähnliche Daten kontrollieren. Die Klage könnte somit die Diskussion um den freien Zugang zu Spieldaten in verschiedenen Sportbereichen neu entfachen.

Die Janova GmbH hofft, mit ihrem Vorstoß die Digitalisierung im Tischtennis voranzutreiben und gleichzeitig rechtliche Klarheit zu schaffen. Der Ausgang des Verfahrens wird mit Spannung erwartet, da er potenziell die Beziehung zwischen Sportverbänden und technologischen Innovatoren neu definieren könnte.

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