Steuerzahlerbund: Haushalt in Sachsen-Anhalt außer Kontrolle
Steuerzahlerbund: Haushalt außer Kontrolle

Magdeburg - Der Bund der Steuerzahler hat dem Land Sachsen-Anhalt gravierende Fehler in der Finanzpolitik vorgeworfen. „Der Landeshaushalt ist außer Kontrolle geraten. Alle wissen es und keiner tut was“, erklärte der Steuerzahlerbund mit Verweis auf aktuelle Zahlen zum Landeshaushalt.

Rekordverschuldung: 1,21 Milliarden Euro neue Schulden

Der Haushaltsabschluss 2025 weist eine Nettokreditaufnahme von rund 1,21 Milliarden Euro aus. Das sind rund 80,7 Millionen Euro mehr als ursprünglich eingeplant. Der Schuldenberg des Landes lag Ende 2025 bei rund 24 Milliarden Euro. Prognosen des Steuerzahlerbundes zufolge könnte er bis 2029 auf rund 27,6 Milliarden Euro anwachsen.

Sparappell an die Landesregierung

„Es müsste endlich ernsthaft gespart werden“, erklärte die Organisation. Die Landesregierung sei mit ihrem Anspruch an eine nachhaltige Finanzpolitik gescheitert. Durch die „ungehemmte Schuldenpolitik“ verspiele die Regierung die Gestaltungsfähigkeit künftiger Generationen. „Weil der Zeitpunkt für ein rechtzeitiges Gegensteuern entgegen aller Warnungen verpasst wurde, brauchen wir nach der Landtagswahl eine umso härtere Zeitenwende in der Finanzpolitik.“

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Der Steuerzahlerbund fordert ein Umdenken in der Landespolitik. Die aktuellen Zahlen seien ein Weckruf, der nicht ignoriert werden dürfe. Die Organisation betont, dass ohne drastische Sparmaßnahmen die Handlungsspielräume für Investitionen in Bildung, Infrastruktur und soziale Sicherung immer weiter schrumpfen werden.

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