Telekom verteuert MultiSIM-Karten ab April deutlich
Die Telekom kündigt eine deutliche Preiserhöhung für ihre MultiSIM-Karten an. Ab dem 1. April 2026 steigt der monatliche Preis je kostenpflichtiger Zusatzkarte von bisher 4,95 Euro auf 6,95 Euro. Diese Anpassung gilt sowohl für Neukunden als auch für bestehende Verträge und stellt eine weitere Verteuerung im Mobilfunkbereich nach der jüngsten Festnetzpreisanpassung dar.
Bis zu 168 Euro jährliche Mehrkosten möglich
Die Erhöhung um 2 Euro pro Monat summiert sich auf 24 Euro zusätzliche Kosten pro Jahr und Karte. Da pro Hauptvertrag bis zu sieben MultiSIMs gebucht werden können, entstehen im Höchstfall monatliche Mehrkosten von 14 Euro beziehungsweise 168 Euro jährlich. In der Praxis nutzen viele Kunden jedoch nur ein oder zwei Zusatzkarten für Geräte wie Tablets oder Smartwatches.
Funktion und Sonderkündigungsrecht
Die MultiSIM ist kein eigenständiger Vertrag, sondern nutzt Rufnummer, Datenvolumen und Tarifleistungen des Hauptanschlusses. Die Abrechnung erfolgt gemeinsam über eine Rechnung. Bei Tarifen mit Datenflatrate steht das unlimitierte Volumen allen angeschlossenen Geräten zur Verfügung.
Kunden werden laut Telekom rechtzeitig über die Preisanpassung informiert. Bei einseitigen Vertragsänderungen besteht ein Sonderkündigungsrecht. Allerdings kann die MultiSIM ohnehin mit einer Frist von nur einem Tag abbestellt werden, unabhängig von der Preiserhöhung.
Ausnahmen in bestimmten Tarifen
Nicht jede MultiSIM wird automatisch teurer. In ausgewählten Tarifen sind Zusatzkarten bereits ohne Aufpreis enthalten. Im Tarif MagentaMobil L ist eine MultiSIM inklusive, im Tarif MagentaMobil XL sogar bis zu zwei. Erst weitere Karten werden hier berechnet und kosten dann ab April ebenfalls 6,95 Euro statt der bisherigen 4,95 Euro.
Die Telekom setzt mit dieser Maßnahme einen weiteren Schritt in der Preisanpassung ihrer Mobilfunkdienstleistungen. Kunden sollten ihre Verträge überprüfen und gegebenenfalls von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch machen.



