Telekom startet Glasfaserausbau in Neubrandenburg: 25 Millionen Euro für schnelles Internet
Telekom startet Glasfaserausbau in Neubrandenburg

Telekom startet Glasfaserausbau in Neubrandenburg: 25 Millionen Euro für schnelles Internet

Die Deutsche Telekom hat am Mittwoch den symbolischen Spatenstich für den Glasfaserausbau im Neubrandenburger Jahnviertel gesetzt. Mit einer Investition von 25 Millionen Euro bis zum Jahr 2029 soll die Kreisstadt in Mecklenburg-Vorpommern flächendeckend mit modernster Internetinfrastruktur versorgt werden. Der Startschuss fiel in der Südbahnstraße, wo Ausbaukoordinator Enrico Rhein und Glasfasermonteur Andreas Lerge den ersten Hausanschluss legten.

Jahnviertel als Pilotprojekt mit ambitioniertem Zeitplan

Im Jahnviertel werden zunächst rund 1200 Haushalte und Unternehmen an das Glasfasernetz angeschlossen. Die Arbeiten sollen bis Sommer 2027 abgeschlossen sein und umfassen die Verlegung von mehr als 60 Kilometern Glasfaserkabel. Dafür sind etwa acht Kilometer Tiefbautrasse sowie acht neue Netzverteiler erforderlich. Der Hausanschluss ist für Eigentümer und Mieter kostenfrei, sofern sie einen Telekom-Tarif buchen, erklärt Regionalmanager Torsten Freiberg. Wer abwartet, muss später mit Anschlussgebühren von etwa 1000 Euro rechnen.

Von Hybrid zu echter Glasfaser: Bis zu 1 Gbit/s Geschwindigkeit

Die Telekom ersetzt das bisherige Hybridnetz – eine Kombination aus Glasfaser bis zum Verteilerkasten und Kupfer bis in die Wohnung – durch reine Glasfasertechnologie bis in die Häuser. Dadurch werden Download-Geschwindigkeiten von bis zu 1000 Megabit pro Sekunde möglich, während der Upload etwa halb so schnell sein soll. Ausbaukoordinator Enrico Rhein betont zusätzlich den ökologischen Aspekt: Die Glasfasertechnik verbraucht weniger Strom als das alte Kupfernetz.

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Es handelt sich um einen eigenwirtschaftlichen Ausbau, da Neubrandenburg bereits über die alte Kupfer-Glas-Technik Bandbreiten von bis zu 250 Mbit/s bietet und somit nicht unter die Förderkriterien des Landkreises fällt.

Bundesweite Offensive mit regionaler Umsetzung

Neubrandenburg ist Teil einer nationalen Initiative der Telekom. Das Unternehmen plant in diesem Jahr mindestens 2,5 Millionen neue Glasfaseranschlüsse bundesweit, investiert in den kommenden drei Jahren zusätzlich 800 Millionen Euro und will bis 2030 insgesamt 30 Milliarden Euro in den Ausbau stecken. Deutschlandweit können derzeit etwa 12,7 Millionen Haushalte Glasfaser buchen, wobei die Telekom insbesondere in Mehrfamilienhäusern mit einer Buchungsquote von nur rund zehn Prozent vor Herausforderungen steht. In Einfamilienhausgebieten schließt dagegen etwa jeder Dritte einen Vertrag ab.

Weitere Stadtteile folgen bis 2029

Nach dem Jahnviertel sollen bis 2029 weitere Neubrandenburger Stadtteile an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Welches Viertel als Nächstes folgt, hält die Telekom jedoch noch geheim. „Wir sind mit unserer Kommunikation jetzt etwas vorsichtiger, groß anzukündigen“, sagt Torsten Freiberg. Ob die veranschlagten 25 Millionen Euro ausreichen, bleibt offen: „Wenn nicht, dann wird es ein bisschen mehr.“

Lokaler Tiefbaupartner mit langjähriger Erfahrung

Den Tiefbau übernimmt die MTF Anlagenbau aus Kriesow bei Demmin mit etwa 120 Mitarbeitern. Das Mecklenburger Unternehmen arbeitet seit 1990 als Volldienstleister für die Telekom – mittlerweile in zweiter Generation. Die Glasfaserkabel werden mit einem leisen Einblasgerät auf Akkubasis verlegt, das herkömmliche Druckluftkompressoren ersetzt. Ein Hausanschluss ist bereits am selben Tag betriebsbereit, an dem das Kabel eingeblasen wird, erklärt Monteur Andreas Lerge.

Parallel zu den Telekom-Arbeiten führt auch die Stadtwerke-Tochter neu-medianet Bauarbeiten im Jahnviertel durch, was eine umfassende Modernisierung der digitalen Infrastruktur in Neubrandenburg unterstreicht.

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