Tragödie im Hotel-Whirlpool: 12-Jähriger in Filter gesaugt – Ermittler gehen von Totschlag aus
12-Jähriger in Whirlpool-Filter gesaugt: Ermittler vermuten Totschlag

Tödlicher Whirlpool-Unfall in Italien: 12-Jähriger stirbt nach Filter-Saugung

Ein Osterurlaub in Italien nahm für eine Familie aus San Benedetto del Tronto ein tragisches Ende. Im Hotel Duca di Montefeltro in Pennabilli bei Rimini wurde der 12-jährige Matteo B. am Ostersonntag im Whirlpool des Spa-Bereichs in einen Filterauslass gesogen und blieb fast fünf Minuten unter Wasser gefangen. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen erlag der Junge seinen schweren Verletzungen.

Dramatische Rettungsaktion und vergeblicher Kampf ums Leben

Gegen 10.30 Uhr geriet Matteo in den Whirlpool, als die Hydromassagefunktion aktiv war. Sein Bein wurde von dem starken Unterdruck des Filterauslasses erfasst. Hotelangestellte benötigten etwa fünf Minuten, um die Hauptstromversorgung und damit die Whirlpoolpumpe abzuschalten und den Jungen zu befreien. Rettungskräfte fanden das Kind in einem ernsten Zustand vor und konnten durch Reanimation zunächst seinen Herzschlag wiederherstellen.

Mit dem Rettungshubschrauber wurde Matteo auf die Intensivstation eines Krankenhauses gebracht. Trotz maximaler medizinischer Versorgung musste am Donnerstag der Hirntod festgestellt werden. Die lebenserhaltenden Maschinen wurden abgeschaltet. Ermittler gehen davon aus, dass der Junge durch den langen Sauerstoffmangel einen Herzstillstand und schwere Hirnschäden erlitt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Totschlags

Das Schwimmbad des Hotels wurde umgehend gesperrt. Die Staatsanwaltschaft ermittelte zunächst wegen fahrlässiger Tötung, hat die Vorwürfe jedoch verschärft und geht nun von Totschlag aus. Ein entscheidender Sicherheitsmangel wurde identifiziert: Die wichtigen Schutzgitter vor den Filtern fehlten, die normalerweise verhindern, dass Personen in die Unterdruckbereiche gesogen werden.

Wer die Schutzgitter entfernt hat, ist noch unklar. Die Ermittler haben bereits rund zehn Zeugen befragt. Möglicherweise wird eine Obduktion durchgeführt, um die genaue Todesursache besser zu verstehen. Der Vorfall wirft ernste Fragen zur Sicherheit von Hotel-Whirlpools auf, insbesondere bei fehlenden oder manipulierten Schutzvorrichtungen.

Familientragödie und rechtliche Konsequenzen

Der Vater des Jungen postete nach dem Unglück ein Foto auf Facebook, das die Tragödie der Familie verdeutlicht. Der Urlaub, der eigentlich der Entspannung dienen sollte, endete in einem Albtraum. Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Verantwortlichkeiten für den fehlenden Schutz. Dieser Fall unterstreicht die dringende Notwendigkeit strengerer Sicherheitskontrollen in touristischen Einrichtungen, um solche vermeidbaren Unfälle in Zukunft zu verhindern.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration