Berliner Tourismus 2025: Deutlicher Rückgang bei Besucherzahlen und Übernachtungen
Das Jahr 2025 hat für den Berliner Tourismus einen spürbaren Rückschlag gebracht. Wie die offiziellen Zahlen der Tourismusagentur Visit Berlin zeigen, verzeichnete die Hauptstadt deutlich weniger Gäste und Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr. Damit wurde die wichtige Marke von 30 Millionen Übernachtungen knapp verfehlt.
Konkrete Zahlen belegen den Rückgang
Im Detail wurden für das Jahr 2025 insgesamt 29,4 Millionen Übernachtungen von 12,4 Millionen Gästen gezählt. Das stellt einen deutlichen Rückgang gegenüber den Werten aus dem Jahr 2024 dar, als noch 30,6 Millionen Übernachtungen von 12,7 Millionen Gästen registriert wurden. Besonders auffällig ist die Distanz zu den Rekordwerten aus dem Jahr 2019, als fast 14 Millionen Touristen für 34,12 Millionen Übernachtungen in Berliner Hotels und Beherbergungsbetrieben sorgten.
Zuversichtliche Stimmen für das laufende Jahr 2026
Trotz der enttäuschenden Zahlen für 2025 zeigen sich die Verantwortlichen optimistisch für die Zukunft. Visit-Berlin-Chef Burkhard Kieker bezeichnete das vergangene Jahr zwar als anspruchsvoll, äußerte sich jedoch positiv über die kommenden Entwicklungen. Auch Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey von der SPD blickt mit Zuversicht auf das Jahr 2026.
Ein wichtiger Grund für diese positive Erwartungshaltung sind zwei große Messen, die in diesem Jahr in Berlin stattfinden werden. Sowohl die Internationale Luftfahrtausstellung (ILA) als auch die Bahn- und Verkehrstechnikmesse Innotrans werden 2026 wieder abgehalten. Beide Veranstaltungen finden nur alle zwei Jahre statt und ziehen traditionell eine große Anzahl von Besuchern an, was sich positiv auf die Tourismusstatistik auswirken dürfte.
Langfristige Ziele und internationaler Vergleich
Für die kommenden Jahre hofft Senatorin Giffey, dass die Marke von 30 Millionen Übernachtungen dauerhaft überschritten wird. Konkrete mittel- oder langfristige Zielvorgaben bei den Gäste- und Übernachtungszahlen wollte sie jedoch nicht nennen. Stattdessen betonte sie die Bedeutung des internationalen Vergleichs in verschiedenen Ranglisten.
„Ich würde mir wünschen, dass Berlin bei den Solo-Reisenden Dublin noch überholt“, erklärte die SPD-Politikerin. Aktuell belegt Dublin in dieser speziellen Kategorie den ersten Platz, während Berlin auf dem zweiten Rang liegt. Bei den Gesamtzahlen strebt Berlin an, sich hinter London und Paris, aber vor Rom und Amsterdam unter den fünf Top-Städten in Europa zu etablieren.
Der Fokus liegt somit nicht nur auf der reinen Steigerung der Besucherzahlen, sondern auch auf der strategischen Positionierung im internationalen Städtevergleich. Die Berliner Tourismusverantwortlichen setzen auf eine Mischung aus Großveranstaltungen wie den Messen und der gezielten Ansprache spezifischer Zielgruppen, um die Attraktivität der Hauptstadt langfristig zu steigern.



