Camping in Mecklenburg-Vorpommern: Deutliche Preiserhöhungen für Sommerurlauber
Wer in diesem Sommer einen Campingurlaub in Mecklenburg-Vorpommern plant, muss sich auf höhere Kosten einstellen. Laut einer aktuellen Analyse des ADAC Hansa kostet eine Übernachtung in der Hochsaison im Juli und August im Bundesland durchschnittlich 43 Euro. Das entspricht einem Preisanstieg von rund neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Bundesweiter Trend mit regionalen Unterschieden
Bundesweit stiegen die Campingpreise um sieben Prozent auf durchschnittlich 41 Euro pro Nacht. Die Auswertung basiert auf Daten des ADAC-Campingportals Pincamp und berücksichtigt Übernachtungspreise für eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind inklusive Stellplatz. Zeltplätze wurden nicht einbezogen.
Innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns zeigen sich deutliche Preisunterschiede:
- Ostseeküste: Durchschnittlich 48 Euro pro Nacht (neun Prozent teurer)
- Seenplatte: Durchschnittlich 40 Euro pro Nacht (neun Prozent teurer)
- Rügen: Leicht teurer als im Vorjahr
- Fischland-Darß-Zingst: Etwas günstiger als 2025 (jeweils 42 Euro)
Damit ist Fischland-Darß-Zingst die einzige Region in Mecklenburg-Vorpommern, in der Campingpreise im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind.
Internationaler Vergleich und Nebensaison-Vorteile
Im europäischen Vergleich bleibt Camping in Deutschland vergleichsweise günstig. Während in Kroatien durchschnittlich 73 Euro und in Italien 63 Euro pro Nacht fällig werden, liegen die Preise in Deutschland, Norwegen (38 Euro) und Schweden (40 Euro) deutlich niedriger.
Für preisbewusste Camper bietet die Nebensaison in Mecklenburg-Vorpommern besondere Vorteile: Die Preise liegen dann im Schnitt 24 Prozent unter denen der Hochsaison – die größte Ersparnis im Vergleich aller Bundesländer.
Die Analyse umfasste die Preise von rund 2.300 Campingplätzen in den zwölf wichtigsten Urlaubsländern deutscher Camper und zeigt, dass trotz der Preiserhöhungen in Mecklenburg-Vorpommern das Camping in Deutschland insgesamt ein vergleichsweise preiswertes Urlaubsformat bleibt.



